Thema der Woche
Ich mochte es früher nie, wenn ich mochte, was alle mochten. U2 etwa. Die waren damals ganz groß in meiner Abi-Stufe. Musik -- keine Frage -- stellenweise wirklich toll. Aber ich konnte nicht über meinen Schatten hüpfen und die Euphorie der anderen offen teilen. Ging einfach nicht.
Und ich mochte es auch nie, das zu tun, was alle taten. Tanzkurse etwa. Da war echt jeder drin. Nur ich nicht. Ich war ja nicht mal im Kindergarten. So!
Mit dem Alter blablabla, doch das kennen wir ja schon aus unzähligen anderen Blogs (beispielsweise hier und hier). Heute kann ich auch Harry Potter gut finden, ohne mich dabei schlecht zu fühlen. Und heute kann ich auch über den Frühling referieren, obwohl das alle machen (beispielsweise hier und hier). Und mal ehrlich -- Frühling nicht mögen, ist wie kleine Kinder gerne foltern.
Gestern Abend also fuhr ich gegen 21.00 Uhr die Strecke zwischen Markt Schwaben und Forstinning entlang. Rechts und links Felder, die Teiche einer Fischzucht, Bauernhöfe. Bäume, die sich noch nicht sicher sind, wie sie auf die Wärme und das plötzlich nicht mehr durch Wolken gefilterte Tageslicht reagieren sollen. In der Ferne die sich wie ein begradigter Strom durch platte Landschaft pflügende A94. Beide Seiten- und das Dachfenster offen. Laute Musik in den Ohren. Und in der Nase ein Geruch, der mich trunken machte: die wieder atmende Erde, der langsam abkühlende Asphalt, der leicht moderige Hauch, der von den Teichen herüberwehte, das ekelig süße Aroma aus viel zu lange geschlossenen, jetzt wieder offenen Stalltüren. All das nahm ich einzeln und zugleich als Symphonie wahr. Konnte nicht genug davon bekommen. Wollte anhalten. Schnüffeln. Doch man fährt so gerne bei lauter Musik Auto, wenn das Leben sonst in bewegungsloser Stille verharrt.
Und ich mochte es auch nie, das zu tun, was alle taten. Tanzkurse etwa. Da war echt jeder drin. Nur ich nicht. Ich war ja nicht mal im Kindergarten. So!
Mit dem Alter blablabla, doch das kennen wir ja schon aus unzähligen anderen Blogs (beispielsweise hier und hier). Heute kann ich auch Harry Potter gut finden, ohne mich dabei schlecht zu fühlen. Und heute kann ich auch über den Frühling referieren, obwohl das alle machen (beispielsweise hier und hier). Und mal ehrlich -- Frühling nicht mögen, ist wie kleine Kinder gerne foltern.
Gestern Abend also fuhr ich gegen 21.00 Uhr die Strecke zwischen Markt Schwaben und Forstinning entlang. Rechts und links Felder, die Teiche einer Fischzucht, Bauernhöfe. Bäume, die sich noch nicht sicher sind, wie sie auf die Wärme und das plötzlich nicht mehr durch Wolken gefilterte Tageslicht reagieren sollen. In der Ferne die sich wie ein begradigter Strom durch platte Landschaft pflügende A94. Beide Seiten- und das Dachfenster offen. Laute Musik in den Ohren. Und in der Nase ein Geruch, der mich trunken machte: die wieder atmende Erde, der langsam abkühlende Asphalt, der leicht moderige Hauch, der von den Teichen herüberwehte, das ekelig süße Aroma aus viel zu lange geschlossenen, jetzt wieder offenen Stalltüren. All das nahm ich einzeln und zugleich als Symphonie wahr. Konnte nicht genug davon bekommen. Wollte anhalten. Schnüffeln. Doch man fährt so gerne bei lauter Musik Auto, wenn das Leben sonst in bewegungsloser Stille verharrt.

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