Donnerstag, Oktober 14, 2004

Im Loop

Vorgestern ließ ich mich zu folgendem Satz hinreißen: Gott ist als Spiel auf die Erde hinabgestiegen. Übertrieben? Klar, bisschen. Im Zusammenhang mit dem im vorherigen Post bereits gelobhudelten Chronicles of Riddick vielleicht schon Blasphemie. Ich denke da mit zärtlicher Verklärung an die Möglichkeit, Typen von hinten das Genick zu brechen oder ihnen die eigene Waffe unters Kinn zu halten -- inklusive Abzugsbetätigung.
Warum nun schon wieder Riddick? Weil ich neulich was vergessen habe. Die Musik. Super. (Hier ein Dank an Thomas B., der Komponist Gustaf G. meine Begeisterungsanfälle sofort ungefiltert übermittelt hat.) Höre ich seit Tagen im Loop. Kann man nämlich runterladen. Beispielsweise von Fileshack. Ziemlich nah am Score von Pitch Black. Der nach abermaligem Schauen gar nicht mehr so sucky ist, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Als billige Ausrede biete ich jedoch Folgendes an: vom Spiel und einer Mega-Dröhnung Schmerztabletten benebelt. Ach was, guter Film. Punkt!

P.S. Nils, das Spiel dürfte sicher nicht jedermanns Sache sein. Der Brutalitätsgrad ist wirklich herausragend (tolles Wort im Zusammenhang mit Schraubenziehern). Doch hey, Atmosphäre, Spieldesign etc. sind -- meiner Meinung nach -- von einem anderen Stern.

Update: Brillant, wenn man das Spiel nochmals und nochmals und nochmals spielt und die Musik quasi mitsummen kann. Das ergibt nämlich eine total bizarre Wahrnehmungsschleife. Man betritt einen Raum, hört die ersten Klänge einer Melodie, ist darin gefangen, nimmt dann wieder den Raum wahr, bewegt sich ein paar Meter, erledigt einen Gegner, steht im Dunkeln, konzentriert sich abermals unbewusst auf die Musik und so weiter und so fort. Absolute Highlights übrigens: I can escape anything und Pope Joe's Theme. Gerade Letzteres ist ein ganz großartiger Kontrast zum Rest. Und passt fantastisch zur Szene.