Gustav Schwabs Sagen des klassischen Altertums reichen nicht mehr, um die Tür zwischen Wohn- und Rechnerzimmer am Zuschlagen zu hindern. Die Böen sind in den letzten Minuten heftiger, die Helden in all den Jahren schwach geworden. Habe ihnen mit Kammerlohrs Epochen der Kunst den Rücken gestärkt. Und während ich so hier im angenehmen Durchzug rumgammel und darauf warte, dass im IRC-Channel endlich mal die Lauser auftauchen, um 'ne neue Teamaufstellung zu bekwatschen, erzähle ich fix, was an Guild Wars so fein ist. Warum es selbst in den langweiligen Momenten nicht wirklich langweilig ist. Warum es das einzige "Online-RPG" ist, das mich in einen Flow versetzen kann. So einer, bei dem ich fließe. Und die Zeit.
GW ist schlank. Es ist schnell. Zum Spielen braucht man nicht mal zwingend eine Maus. Zumindest nicht im Kampf. Ziele anvisieren, angreifen etc. -- alles geht per Tastatur. Schnell. Gut schnell. Downtimes? Ne, gibt es nicht. Gut schnell. Laufen? Auch schnell. Als Krieger mit Sprint noch schneller. Gut. Gegen NPCs sogar brillant.
Im PvP ist es anders. Viel Gewarte. Bis der Flow kommt. Wer macht den ersten Schritt? Traut sich einer? Bah, die Koreaner wieder. Haben meist eine gute Team-Aufstellung. Dann der Vorstoß. Direkt auf den Priester. Rückzug in die Base, den Knilch retten. Wenn dann eine Schlacht im Gange ist, etwa am Altar und sich drei Teams auf einmal prügeln, ist der Flow schneller da, als man ihn wahrnehmen kann. Und genau so schnell wieder weg. Wenn man plötzlich tot am Boden liegt und nur noch zuschauen kann. Und wieder wartet. Auf eine Belebung oder das Ende der Partie. Ein Auf und Ab. Adrenalin-Schub, Warten, Adrenalin-Schub, Warten.
Großer Moment: wenn man bereits nach 10 Minuten in einem Gildenkrieg weiß, dass der Gegner im Sack ist.
Auch groß: ein Team zu treffen, das einen nach zwei Minuten so kleingestutzt hat, dass man es gleich aufgeben kann.
Besonders groß: wenn man dann eben nicht aufgibt, sondern den Gegenspielern den verdienten Sieg nicht vermiest.
Zudem liebe ich es, anderen zu helfen, Tipps zu geben und selber welche zu bekommen. Bester Tipp bisher: wo Runen zu finden sind. Beste Beute bisher: eine Rune der überlegenen Lebenskraft. Hat mir 42 Platin eingebracht. Die nächste, die ich finde, behalte ich, bau sie in Lyras Rüstung ein, addiere eine Rune der überlegenen Schwertkunst und hole mir in den fernen Fernen meine Elite-Skills. Wer behauptet, Guild Wars sei nur die Billig-Ausgabe eines Online-RPGs hat es entweder nicht gespielt oder nicht verstanden.
GW ist schlank. Es ist schnell. Zum Spielen braucht man nicht mal zwingend eine Maus. Zumindest nicht im Kampf. Ziele anvisieren, angreifen etc. -- alles geht per Tastatur. Schnell. Gut schnell. Downtimes? Ne, gibt es nicht. Gut schnell. Laufen? Auch schnell. Als Krieger mit Sprint noch schneller. Gut. Gegen NPCs sogar brillant.
Im PvP ist es anders. Viel Gewarte. Bis der Flow kommt. Wer macht den ersten Schritt? Traut sich einer? Bah, die Koreaner wieder. Haben meist eine gute Team-Aufstellung. Dann der Vorstoß. Direkt auf den Priester. Rückzug in die Base, den Knilch retten. Wenn dann eine Schlacht im Gange ist, etwa am Altar und sich drei Teams auf einmal prügeln, ist der Flow schneller da, als man ihn wahrnehmen kann. Und genau so schnell wieder weg. Wenn man plötzlich tot am Boden liegt und nur noch zuschauen kann. Und wieder wartet. Auf eine Belebung oder das Ende der Partie. Ein Auf und Ab. Adrenalin-Schub, Warten, Adrenalin-Schub, Warten.
Großer Moment: wenn man bereits nach 10 Minuten in einem Gildenkrieg weiß, dass der Gegner im Sack ist.
Auch groß: ein Team zu treffen, das einen nach zwei Minuten so kleingestutzt hat, dass man es gleich aufgeben kann.
Besonders groß: wenn man dann eben nicht aufgibt, sondern den Gegenspielern den verdienten Sieg nicht vermiest.
Zudem liebe ich es, anderen zu helfen, Tipps zu geben und selber welche zu bekommen. Bester Tipp bisher: wo Runen zu finden sind. Beste Beute bisher: eine Rune der überlegenen Lebenskraft. Hat mir 42 Platin eingebracht. Die nächste, die ich finde, behalte ich, bau sie in Lyras Rüstung ein, addiere eine Rune der überlegenen Schwertkunst und hole mir in den fernen Fernen meine Elite-Skills. Wer behauptet, Guild Wars sei nur die Billig-Ausgabe eines Online-RPGs hat es entweder nicht gespielt oder nicht verstanden.

5 Comments:
Jeff Strain von ArenaNet im Interview mit Kieron Gillen bei Gamasutra: >>If I told you “3D game” in the mid-90s, you'd have thought of a first-person shooter, because then most 3D games were first-person shooters. In other words, the technology implied the game design. ... We thought, at the time, MMOGs were in that same area.<<
Der Mann hat so Recht! Ich wäre wahnsinnig gespannt, was da in Zukunft noch möglich ist, wenn ich momentan nicht so sehr damit beschäftigt wäre, den Rollenspielteil von GW zu erkunden. (Und, ja! Instanzen sind genial! Nieder mit dem Virtual-World-Ansatz!)
Besagter Kieron Gillen hat das in seiner - ähem - ultimativen Lobhudelei auf EuroGamer ja wunderbar dargelegt: http://www.eurogamer.net/article.php?article_id=59083
Aber kennst du ja sicher schon.
Hi Petra ich bin auch begeisterter Guild Wars Spieler. DU kannst ja mal sagen wie dein Charakter heisst dann können wir ja mal zusammen zoggern^^. Naja ansonsten kann ich dir in sachen Guild Wars nur zustimmen.
Ich sollte mir Guild Wars wohl wirklich mal anschauen. Blöd nur, da ich dann zwei MMORPGs parallel spiele... seit Catacombs lohnt sich DAoC ja auch wieder.
»Guild Wars« rockt wie Sau.
Ich brauch mehr zeit - oder nen guide der mich in GW mal bis lvl 20 führt und mir das Licht zeigt.
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