Beim Trainbuk drüben in den Südprovinzen (Ha, der wohnt gar nicht im Süden. Ich wohne im Süden. Zumindest des Landes. Und von den ganzen Italienern und Neusüdwalisern will ich erst gar nicht anfangen.) ging es neulich ums Atmen. Korrekter: Es ging um den erfahrbaren Atem. Gibt es, kein Jux. Ich erfuhr beispielsweise damals mit zirka sieben oder so nach Berutschen einer Rutsche im bitterkalten Winter und unglücklicher Steiß-Landung auf dem bretthart gefrorenen Sand, dass gerade nach etwa zwei Minuten ungewollter Atemlosigkeit atmen eine ganz ausgezeichnete Erfahrung sein kann.
Dann atmete ich einige Jahre eher nur so vor mich hin. Bis zum Tag, da ich das Wochenend-Seminar »Sprechtraining« besuchte. War irgendwie Pflicht für Pädagogik. (Hier bitte bei Bedarf entsprechende Kalauer einfach dazu denken.) Rutschen gab es da keine. Aber haufenweise Atmen. Atmen beim Gehen (konnte ich schon), Atmen im Liegen (auch das beherrschte ich meisterlich), Atmen im Sitzen (pillepalle). Aber noch mal kein Jux: Der Dozent war klasse. Erstens fand er mich super und zweitens brachte er mir bei, dass es reicht, den Atem -- zumindest einbildungstechnisch -- irgendwie im Rücken zwischen Becken und Nieren zu parken. Und man hat genug Luft, um echte Monstersätze ohne Schnaufen und blau Anlaufen runterzubeten. Ist sicher 'ne olle Kamelle für Menschen vom Fach, aber ich vergesse das oft, weil ich selten Monstersätze runterbete. Aber immer, wenn ich es mal muss, erinnere ich mich wieder daran -- und es ist jedesmal aufs Neue eine echte Erfahrung.
Eine ganz andere Erfahrung ist die: Den Text eins weiter unten habe ich spaßeshalber mal zu intonieren versucht. Das ganze Lob geht ja nicht spurlos an einem vorbei, man will ja immer mehr. Deswegen dachte ich an einen kleinen Podcast. Und ich hab' ja auch so eine schöne Stimme und so weiter und so fort. Aber ich scheitere. Denn gegen Ende muss ich tatsächlich immer heulen.
Dann atmete ich einige Jahre eher nur so vor mich hin. Bis zum Tag, da ich das Wochenend-Seminar »Sprechtraining« besuchte. War irgendwie Pflicht für Pädagogik. (Hier bitte bei Bedarf entsprechende Kalauer einfach dazu denken.) Rutschen gab es da keine. Aber haufenweise Atmen. Atmen beim Gehen (konnte ich schon), Atmen im Liegen (auch das beherrschte ich meisterlich), Atmen im Sitzen (pillepalle). Aber noch mal kein Jux: Der Dozent war klasse. Erstens fand er mich super und zweitens brachte er mir bei, dass es reicht, den Atem -- zumindest einbildungstechnisch -- irgendwie im Rücken zwischen Becken und Nieren zu parken. Und man hat genug Luft, um echte Monstersätze ohne Schnaufen und blau Anlaufen runterzubeten. Ist sicher 'ne olle Kamelle für Menschen vom Fach, aber ich vergesse das oft, weil ich selten Monstersätze runterbete. Aber immer, wenn ich es mal muss, erinnere ich mich wieder daran -- und es ist jedesmal aufs Neue eine echte Erfahrung.
Eine ganz andere Erfahrung ist die: Den Text eins weiter unten habe ich spaßeshalber mal zu intonieren versucht. Das ganze Lob geht ja nicht spurlos an einem vorbei, man will ja immer mehr. Deswegen dachte ich an einen kleinen Podcast. Und ich hab' ja auch so eine schöne Stimme und so weiter und so fort. Aber ich scheitere. Denn gegen Ende muss ich tatsächlich immer heulen.

5 Comments:
Interessant. Was ist denn nun das wahre Geheimnis des fachgerechten Atmens bei langen Sätzen?
Wobei mein Problem eher ist, dass es mir immer beim Sprechen geschieht, dass ich unweigerlich immer mehr neben- und relativsätze einbaue und dann gegen Ende meines Informationsunterbreitungsbedürftnis vergesse. Und dabei geht mir auch meist der Atem aus.
das problem wäre ja eher mit "erst denken, dann reden" oder "improvisation, aber richtig" oder "schwafeln advanced" zu beheben. bücher, die ich noch schreiben möchte. na gut, die ersten beiden titel überlasse ich anderen.
Den Satz "weil ich selten Monstersätze runterbete" bitte ich inhaltlich nochmals zu überdenken.
getan. und nun?
wer keinen bock auf den esotherik-anteil bei "erfahrbaren atem" hat, der guckt besser mal hier:
www.dieatemschule.de
rein technisch, ohne schnickschnack, ohne räucherstäbchen, aber mit viel spaß und für profis und laien gleichermassen cool.
Kommentar veröffentlichen
<< Home