Donnerstag, Mai 25, 2006

Woran mag es liegen, dass ich die meisten Männer in meinem Alter nicht als Männer, sondern als Jungs wahrnehme? Liegt es daran, dass ich mich vielleicht immer noch nicht als Frau wahrnehme?

24 Comments:

Blogger Melville said...

erster! - und ja, wahrscheinlich schon. ausserdem handelt es sich um männer der generation x, welche das nicht erwachsen werden auf die fahne geschrieben hat. ich trage meine converse bis ins grab, quasi.

11:53  
Blogger McKenna said...

wahrscheinlich. Besser wäre aber die Begründung, dass sie erst Spione mit grauem Haaransatz als Männer betrachten. Dagegen kommt der Rest im Jugendwahn (ANTIAGINGCREME - JETZT AUCH FÜR MÄNNER!!!) ja kaum an ...

11:53  
Blogger Piano said...

Schau dich doch mal in der Redaktion um :-)
Du nimmst dich nicht als Frau wahr? Geht mir auch so. Ich sehe mich und naja, auch dich, eher als kleine Mädls an die über jeden Käse lachen können. Was ich allerdings besser finde, als erwachsene Frau rumzulaufen.

12:19  
Blogger GenosseMzK said...

Hm..meinst nicht es ist sogar besser so? Man ist so alt wie man sich fühlt. Und wer sich noch als "kleines mädel" fühlt hat noch laaaange zu Leben und viel zu tun!
btw. wenn ich mir einige ihrer Kollegen ansehe (auch wenn ich sie wirklich nicht kenne), so denke ich doch, dass da viele sehr.."jung geblieben" sind. Und hey, alt werden kann man immer noch!

12:51  
Blogger Knurrunkulus said...

Man könnte jetzt natürlich versuchen, durch ausführlichstes Gesieze und besonders erhabene Wortwahl in der Kommentar-Sektion, das Altersgefühl gleich mal um, sagen wir, zehn Jahre in die Höhe zu schrauben. Aber das halte ich für Humbug.

Weil ihrs in der Redaktion nun mal scheinbar alle irgendwie jung im Geiste geblieben seid, und das ist halt genau der richtige Weg.

Was wäre eine DVD ohne Wortspiele wie "Fiffisector"? *g*

13:39  
Blogger Petra said...

selbstverständlich hat das auch ein wenig mit dem job zu tun, scully. und klar, mel, die generation x ist in sachen 'jung tun' ganz weit vorne. 'jugendliche' flausen sind mir ja durchaus sympathisch. aber wenn die zu lebensmaximen hochstilisiert werden, nervt mich das ungemein. am meisten bei mir selber.

13:52  
Blogger Knurrunkulus said...

Aber seit wann ist es denn gleich eine Lebensmaxime, wenn man die meisten Männer seines Alters eher als Jungs wahrnimmt als als, ja, Männer halt. Das du "die meisten" schreibst, zeigt ja schließlich, das es da durchaus auch noch Ausnahmen geben dürfte.

Und was war nochmal mit Herrn Tanneberger? :-)

14:00  
Blogger Petra said...

knurrdingens: was soll mit dem herrn tanneberger sein?

15:22  
Blogger anmutunddemut said...

Ich glaub die Zeit hatte neulich auf dem Titel: "Die Jugend leidet unter dem Jugendwahn der Alten". Das fand ich schön. Nur so als Einleitung.

Letztes Jahr hat mich das Thema arg umgetreiben und ich hab in meinem Bog ein eigenes Tag dazu eingerichtet:
http://anmutunddemut.de/category/mann/

Alles in allem: ich weiß es auch nicht. Ich weiß nur, dass ich obwohl ich lange versucht habe ein Junge zu bleiben, da mal keine Lust mehr drauf habe. Die Haare, die nicht ausfallen werden grau und ich will nicht wie einer dieser 45jährigen RollingStones-Fans werden, die ich mit Anfang zwanzig, als ich noch als Zapfer in einer Disco gearbeitet hab immer verachtet habe. Der Weg dahin ist nicht einfach und läuft für mich am Ende immer auf die Frage hinaus: wie werde ich der Mann der mein Vater war, als ich ihn kennenlernte?

15:29  
Blogger Petra said...

ben, exakt. dieses 'ich hab da mal keine lust mehr drauf'.

15:32  
Blogger Knurrunkulus said...

naja, den bezeichnest du im letzten eintrag als herren. eher nicht so die gängige bezeichnung für jemanden, den man in seiner eigenen rezeption noch als junge versteht.

Oder bezeichnest du auch Milchbubis als Herren?

15:33  
Blogger Petra said...

bitte unterscheiden zwischen eintrag a und eintrag b. so kohärent bin ich nicht.
zudem: eine floskel ist eine floskel ist eine floskel.
zudem abermals: ich kenne den herrn tanneberger nicht.

15:37  
Blogger Knurrunkulus said...

eintrag a, von oben gesehen. b von unten gesehen. c aus völlig anderer sichtweise. schon recht, das mit der floskel.

aber ein herr ist auch ein herr ist ein herr.

und zum prozess des irgendwie stecken gebliebenen erwachsen-fühlens: solange es die eigene seriösität nicht gefährdet, wie man sich gibt, müsste doch eigentlich alles im grünen bereich sein. aber gut, ich kann da auch nicht wirklich mitreden.

mit 22 denkt man da noch nicht so drüber nach.

15:41  
Blogger Petra said...

längst bemerkt.

15:42  
Blogger Knurrunkulus said...

naja, das du den herrn tanneberger nicht kennst, das war mir schon klar. und noch ein wohl letztes mal zum thema: vielleicht erinnere ich mich in zehn jahren oder so an diese diskussion zurück und denke mir: "ach, jetzt verstehst du erst wirklich, was sie meinte."

um mal was ganz anderes loszuwerden: ich bin ja nun erst vor zwei tagen oder so auf die gesammelten gamestar-redakteurs-blogs aufmerksam geworden und wollte nach meinem blättern durch die diversesten monate hier doch mal loswerden, das du hier ne sehr gute arbeit ablieferst.

ein sehr schickes gedanken-portfolio. weiter so bitte.

15:58  
Blogger Petra said...

es ist zwar nicht meine absicht, hier in irgendeiner art eine arbeit abzuliefern, aber dennoch danke.

16:05  
Blogger Knurrunkulus said...

falsche wortwahl, das mit der arbeit. bloggen ist ja tatsächlich eher ... ja, was ist es eigentlich? ach nee, will jetzt hier echt keine Blogging-Philosopie-Diskussion starten.

auf jeden fall machst du "das" gut.

16:15  
Blogger Melville said...

mir ist dieser ganze kulturpessimismus-jugendwahn-political-correctness-dinx zu kurz gegriffen.

probieren wir mal was anderes:
1) heute müssen sich die menschen auf ständige, radikale veränderungen ihres umfelds und ihrer arbeitsleistung einstellen. deshalb ist die möglichkeit, 'gesetzt' zu werden (gnädiger herr, ich bin bäckergehilfe, in fünf jahren bäckermeister, in 10 jahren gehört mir das geschäft, somit habe ich ein regelmässiges einkommen, somit bitte ich um die hand ihrer tochter) nicht mehr gegeben. hält hirn firsch, könnte man sagen

2) die in punkt 1) ausgeführte notwendigkeit zur ständigen neuorientierung hat zu einem wertewandel geführt. was man früher windig nannte, heisst heute eben flexibel, was früher seriös hiess, heisst heute starr.

these: die männer sind, was sie signalisieren: früher signalisierten sie alter, weil das ein garant war für erfahrung und verlässlichkeit (somit erfolg). heute signalisieren sie jugend, weil das ein garant ist für dynamik und flexibilität (somit erfolg).

PS: erfolg=frau

19:03  
Blogger Petra said...

mel, du stocherst in offenen wunden. lass das!

19:22  
Blogger Melville said...

*augenaufschlag*

19:33  
Blogger n¦tropie said...

"kinder, haha, an kinder denke ich, wenn ich erwachsen bin", sagte mein 30jähriges männliches gegenüber im japanischen restaurant.

und der herr melville liegt da schon nicht ganz falsch.

22:50  
Blogger anmutunddemut said...

schön gesagt, mo, hihi. nur fühlen will man sich ja auch erwachsen.

09:07  
Blogger trainbuk said...

schöner vortrag, herr mel.

17:54  
Blogger anmutunddemut said...

Noch ein Hinweis: Die Zeit bringt ab dem 14. Juni eine fünfteilige Serie zum Thema, Was ist männlich.

11:21  

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