Samstag, Juli 08, 2006

Grässlich, das Wissen um das ewig währende Unvermögen, den Geruch von Sommerregen in adäquate Worte zu fassen.

17 Comments:

Blogger Piano said...

Regen riecht wie...äh...




....verdammt. Du hast recht.

17:42  
Blogger Lou said...

Wie frische feuchte kühle Erde?
Ok, doch unbeschreiblich^^

20:53  
Blogger Pascal said...

nach meinem dreißigminütigen Marsch gestern durchs Gewitter die Feststellung: Sommerregen = genauso nass wie Winterregen, lediglich nicht so kalt.

Riecht wie.... Hühnchen.

22:01  
Blogger ChrisW said...

Wozu auch?

Sag "riecht wie Sommerregen". Jeder weiß, was gemeint ist.

22:02  
Blogger Chernaya Akula said...

Was lou schrieb, kommt der Sache, glaube ich, schon nahe. Nur ist das eine Beschreibung einer Sache. Wahrscheinlich geht es bei dem Sommerregen auch mehr um das dazu passende Gefühl, und Gefühle sind furchtbar schwer zu beschreiben. Deswegen, Frau Schmitz, versuchen sie gar nicht erst, diese Gefühle sofort zu beschreiben. Abwarten, dann fliessen die Worte von ganz alleine. Irgendwann. Wenn man es gar nicht erwartet, ist die perfekte "Fassung" da, aus dem Nichts, ohne Anstrengung.

Mir geht es, den Sommeregen betreffend, vor allem bei Gewittern so. Erst dieser aufkommende Wind, der diesen ganz spezieln Geruch hat, dann die ersten Blitze, ein Donnergrollen, der Regen.
Was ist dieses Gefühl, diese Faszination?
Meiner Ansicht nach Ehrfurcht. Vor der Allmacht der Natur. Schön. Überwältigend. Gleichsam lebensspendend wie möglicherweise todbringend. Und man selber steht mit offenem Mund da. Erst überwältigt, dann grinsend vor Glück. Mit der Erkenntnis, sehr, sehr klein zu sein, im Angesicht dieser Natur.

Mir ging es erst in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch so. Vom Fussball-gucken nach Hause gefahren. Aufkommendes Gewitter. Dieser unvergleichliche Geruch im Wind. Dann Bltzen und Grollen. Platzregen. Innerhalb einer Minute komplett durchnässt. Und doch grinsend vor Glück. Warum? Keine Ahnung.

Hinter diesem Warum verbirgt sich dann auch der unbeschreibliche Duft, bzw. der Grund, warum es nicht möglich ist, ihn zu beschreiben.

02:15  
Blogger Petra said...

@pascal: nicht ganz.
@chrisw: ach?
@chernaya: was denn nun? perfekte fassung oder unmöglich? :P

11:00  
Blogger Chernaya Akula said...

Oh, äh, ja, got carried away.
Wahrscheinlich beides. Also entweder kommt es von alleine perfekt, oder gar nicht...

15:51  
Blogger Klapsenschaffner said...

Ging mir heute Morgen als ich den ansässigen Wald betrat genauso.

Lange überlegt, formuliert, gekämpft,...
Dann aus lauter Frust ein Reh mit einem "ACH SCHEIßE..." verschreckt.

16:14  
Blogger ich mittendrin said...

Ist zwar toll gesagt aber, muss ich das kapieren?

16:43  
Blogger Petra said...

tobias (war doch tobias, oder), also das mit dem sommerregen ist so eine sache. der kann 'ne menge. vor allem über den geruch. erinnerungen sind da. und aussichten. und das jetzt. und irgendwie ist in den wenigen minuten alles ganz anders als sonst und man denkt irgendwie mehr auf den punkt, auch wenn man eigentlich gar nicht richtig denkt, schon gar nicht auf den punkt, sondern nur fühlt und riecht.
ich sag ja, unvermögen, es zu beschreiben. hach herrje...

17:44  
Blogger ich mittendrin said...

philosophische Worte...

08:27  
Blogger Petra said...

ne, die sehen nur so aus.

08:47  
Blogger GenosseMzK said...

Ich glaube adäquate Worte gefunden zu haben:


Woah!

allerdings ist das Geräusch das entsteht, wenn man so richtig tief durchatmet treffender, aber leider kein Wort.

09:06  
Blogger RasPutina said...

den Geruch, wenn der Regen beginnt, hab ich bisher immer mit "nasser Staub" beschrieben

16:15  
Blogger Petra said...

entsetzlich.

16:17  
Blogger Chris|GS said...

Ginster. Das ist Ginster, Alde.

23:05  
Blogger RasPutina said...

Das kann kein Ginster sein, es sei denn, Gewitter lassen plötzlich überall Ginster sprießen.

10:23  

Kommentar veröffentlichen

<< Home