Dienstag, April 24, 2007

"Die redaktionelle Unabhängigkeit galt bisher als wesentlicher Standpfeiler journalistischer Professionalität. Eine klare Trennung von redaktionellem Inhalt und Anzeigen ist in Ziffer 7 des Pressekodex geregelt. »Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder persönliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken.« Solche Pressekodizes verweisen auf das Ideal einer vergangenen Zeit. Im Internet werden diese Regeln kaum mehr befolgt."

Range, Steffen; Schweins, Roland: Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet; wie das Web den Journalismus verändert; Gutachten im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung / - [Electronic ed.] - Berlin, 2007, S. 22 - 23

(Via Stefan Niggemeier. Und verdammt lesenswert!)