Dienstag, August 07, 2007

Mag daran liegen, dass ich Freude beim Verweigern von Dingen empfinde, die eine Menge Menschen total super findet, weil ich Menschen (vor allem in Mengen) so super nicht finde. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich schrecklich ignorant und zudem noch schrecklich arrogant bin. Mag aber wahrscheinlich nur daran liegen, dass ich ziemlich sicher weiß, dass es die Stimme in meinem Kopf immer besser kann. Dass die Stimme in meinem Kopf alles perfekt beherrscht, die tiefen Töne, die hohen und die dazwischen. Dass sie Mann, Frau, Kind, irgendwas sein kann. Dass die Stimme in meinem Kopf genau da jubelt, wo sie jubeln soll und dass sie da traurig klingt, wo sie traurig zu klingen hat. Dass sie gelangweilt vor sich hin plätschert, wenn's nur so vor sich hinplätschert. Dass sie grinst, wenn's was zu grinsen gibt, dass sie lacht, wenn's was zu lachen gibt, dass sie die Brauen hochzieht, wenn's mal echt zu dumm wird, dass sie genervt mit den Augen rollt, wenn's nervig wird. Dass sie innehält, wo sie innehalten muss. Dass die Stimme in meinem Kopf Welten baut und nicht nur Bilder hinkritzelt, über die man schnell wegblättert. Dass sie mir andererseits aber auch kein Erleben aufschwatzen will, wo es schlicht nichts zu erleben gibt. Kurz: An der Stimme im meinem Kopf mag es liegen, dass ich Bücher nicht hören will.