Samstag, September 15, 2007

Alle paar Wochen werde ich für ein paar Tage zum gehobenen Misanthropen (vergleiche Joseph von Westphalen: Warum ich trotzdem Seitensprünge mache, Zürich: Haffmans Verlag 1987, S. 54-59). Liegt am Zusammenspiel von PMS sowie teils ererbter, teils jahrelang antrainierter Abscheu. Nicht mal das freundlichste Wort von einem geliebten Menschen kann meine Verachtung dann schmälern. Im Gegenteil: Jegliche Art der Kommunikation ist mir nicht nur unendlich zuwider, sondern verursacht allein durch vermutetes Anstehen körperliches Unbehagen. Telefonate sollten idealerweise nicht stattfinden oder -- wenn sie sich denn gar nicht vermeiden lassen -- niemals nicht die Zehnminutengrenze überschreiten. Simples Einkaufen wird noch mehr Tortur, als es das ohnehin schon ist.
An solchen Tagen bleibe ich nach Möglichkeit mit mir allein oder zumindest wortkarg. Wortkarg zu sein, hat allerdings zur Folge, dass ich mehr höre. Und das macht alles nur noch schlimmer. Für gewöhnlich. Das Viertbeste an der GC 2007 war jedoch, dass es mit stets über 85 dB zu laut war, irgendwas zu hören und ich für Gewöhnliches ohnehin keine Zeit hatte.

So, nun wären das Drittbeste, das Viertbeste und das Fünftbeste der Games Convention endlich abgehakt. Platz 1 und 2 hingegen bleiben auf ewig Geheimnisse.