11, 12, 15, 23, 35
Alter Schwede, ich geh' am Stock! Gestern seit ewigen Monden mal wieder laufen gewesen und anschließend mit dem vorlauten Patenkind Fußball gespielt. Nun Muskelkater aus der Vorhölle. Was erstaunlich ist, nahm ich doch an, dass meine Laufwarzen längst keine Muskeln mehr ... Quatsch! Ich foltere immerhin in hübscher Unregelmäßigkeit mein Rad. Aber Radfahr- und Laufmuskeln sind sowas von nicht dieselben (was ich schon sehr viel länger weiß, aber das tut aktuell nichts zur Sache). Das einzige, was mich die Schmerzen (oh, diese Schmerzen!) ertragen lässt, ist die Tatsache, dass ich dem Kurzen mit meinen mittlerweile 35 Lenzen tatsächlich noch Paroli bieten konnte. Ha! Dabei ist er im Fußballverein und ich bin es seit 23 Jahren nicht mehr. Naja, er kann dafür heute noch aufrecht gehen. Ich hingegen ... ach!
Okay, der findige Leser wird es sicher schon kapiert haben: Ich war bei Muttern. Zum einen, weil man ja mindestens einmal im Jahr zu Muttern fahren sollte, solange man noch kann, zum anderen, weil zum Jubiläumsgefeiere geladen worden war. 15 Jahre liegt mein Abitur nun zurück. An dieser Stelle übrigens keine Vanitas-Jammereien, weil ich das schon weiter oben bei der Erwähnung meines Alters hätte erledigt haben müssen. Ist aber wohl wegen der elf Tore ausgefallen. Vielleicht dann demnächst. Mal sehen, wie ich mich so in ein paar Wochen, Monaten, Jahren fühle, wenn ich auf meine Lebenszeituhr blicke (müsste mir allerdings erst eine kaufen). Jedenfalls Abitur-Jubiläum. Waren längst nicht alle da, aber nahezu alle, die da waren, sind entweder Mütter, Väter oder zumindest verheiratet. Ich konnte mein Denken ja die eine Hälfte des Abends ganz gut im Zaum halten, in die andere Hälfte allerdings stahl sich immer wieder der Gedanke, dass die nur Erwachsene spielen, so mit Ring und Kind und Kombi und so. In der Nachbetrachtung muss ich mir allerdings eingestehen, dass das vor allem an zwei Faktoren liegt. Faktor 1: Nahezu alle anderen haben sich äußerlich so gar nicht bis kaum verändert, dass ich noch immer die Rübennasen vor mir sehe, die damals neben mir mit den Flötotto-Stühlen Dellen in den Schulboden wippten. Faktor 2: Ich hab mich innerlich so gar nicht bis kaum verändert, dass ein Vater-Mutter-Kind-Leben nach wie vor für mich ähnlich unvorstellbar ist wie ein Leben ohne Musik und ohne Spiele. Ah! Spiele! Womit wir beim bisher unterschlagenen Faktor 2,5 wären. Ich bin eben nicht nur so halb Berufsjugendliche, sondern auch noch immer so ein bisschen Ganzjugendliche, und als solche habe ich einfach weder Zeit noch Nerven für Familienkrams. Nur das mit dem Fußball, das sollte ich vielleicht langsam mal von der Agenda streichen. Andererseits: elf Tore! Im nächsten Jahr dann zwölf.
Okay, der findige Leser wird es sicher schon kapiert haben: Ich war bei Muttern. Zum einen, weil man ja mindestens einmal im Jahr zu Muttern fahren sollte, solange man noch kann, zum anderen, weil zum Jubiläumsgefeiere geladen worden war. 15 Jahre liegt mein Abitur nun zurück. An dieser Stelle übrigens keine Vanitas-Jammereien, weil ich das schon weiter oben bei der Erwähnung meines Alters hätte erledigt haben müssen. Ist aber wohl wegen der elf Tore ausgefallen. Vielleicht dann demnächst. Mal sehen, wie ich mich so in ein paar Wochen, Monaten, Jahren fühle, wenn ich auf meine Lebenszeituhr blicke (müsste mir allerdings erst eine kaufen). Jedenfalls Abitur-Jubiläum. Waren längst nicht alle da, aber nahezu alle, die da waren, sind entweder Mütter, Väter oder zumindest verheiratet. Ich konnte mein Denken ja die eine Hälfte des Abends ganz gut im Zaum halten, in die andere Hälfte allerdings stahl sich immer wieder der Gedanke, dass die nur Erwachsene spielen, so mit Ring und Kind und Kombi und so. In der Nachbetrachtung muss ich mir allerdings eingestehen, dass das vor allem an zwei Faktoren liegt. Faktor 1: Nahezu alle anderen haben sich äußerlich so gar nicht bis kaum verändert, dass ich noch immer die Rübennasen vor mir sehe, die damals neben mir mit den Flötotto-Stühlen Dellen in den Schulboden wippten. Faktor 2: Ich hab mich innerlich so gar nicht bis kaum verändert, dass ein Vater-Mutter-Kind-Leben nach wie vor für mich ähnlich unvorstellbar ist wie ein Leben ohne Musik und ohne Spiele. Ah! Spiele! Womit wir beim bisher unterschlagenen Faktor 2,5 wären. Ich bin eben nicht nur so halb Berufsjugendliche, sondern auch noch immer so ein bisschen Ganzjugendliche, und als solche habe ich einfach weder Zeit noch Nerven für Familienkrams. Nur das mit dem Fußball, das sollte ich vielleicht langsam mal von der Agenda streichen. Andererseits: elf Tore! Im nächsten Jahr dann zwölf.

22 Comments:
Schön mal wieder was von dir zu lesen, du Berufsjugendliche :)
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch. So sagte einst Erich Kästner. Wurde mir auf jeden Fall so gesagt. Und ich hoffe er hatte recht, weil auch ich mit dann mal ohne ein schlechtes Gewissen zu haben einen Mensch nennen kann.
Und wenn ich das noch so sagen darf: Wenn es heissen wuerde, dass eine Beschäftigung als Ehefrau und Mutter eine Frau Schmitz vom Schreiben guter Artikel und nem netten Blog abhalten würde, dann bich ich sogar froh, dass dieses Leben für diese Frau Schmitz im moment unvorstellbar ist.
"Erwachsen werden" ist eh nur was für Spießer ^^
Und nimm das mit der Ganzjugendlichen nicht zu genau; sonst darf "die kleine Petra" die bunten Spiele mit dem roten Sticker nicht mehr spielen. ;)
Och, Frau Schmitz, das mit dem Jugendlicher-sein geht auch erstens als 40something und zweitens als Mensch mit Familie ganz gut. Da spreche ich aus Erfahrung. hi hi. Aber 11 Tore! Hut ab! Hätte ich vor 7 Jahren schon nicht mehr hinbekommen...ach...
Der Vorteil Kinder zu haben ist, dass man zB Star Wars Memorabilia (Lego, ich sach' nur Lego!) kaufen darf, ohne sich vor seinem inneren Schulmeister für sein kindisches Verhalten rechtfertigen zu müssen. Nicht umsonst werden Carrera-Sets von Vätern und nicht von Singles gekauft.
Völlig aus dem Zusammenhang, aber vielleicht hilft's der Rekonvaleszenz, der kleine Bruder von "Band of Brothers" kommt: The Pacific
The Pacific! Waaaah! Aber erst 2010? Auf DVD dann vielleicht erst 2011? Menno!
Die biologische Uhr tickt trotzdem, Frau Schmitz. Und für die Herren der Schöpfung in der Games-Branche gilt: Mit zunehmendem Alter wird man nicht zwangsläufig attraktiver. Und früher oder später stellt man sich die Frage, ob die Ehe mit der Arbeit wirklich so glücklich war.
Note to self: Lebenszeituhr UND Hörgerät kaufen.
Ich fühle mich im Kopf wie irgendwas unter 20... benehme mich oft genug auch so... Körperlich bin ich ein alter Mann... Kinder nein Danke! Verheiratet... ja bin ich, und meine Frau holt zum Glück auch noch viel "Kindsein" nach... ^^
Sehr schön geschrieben... Danke! :-)
Ach komm, wird wahrscheinlich eher Anfang/Mitte 20 sein. Jedenfalls ist es bei mir so.
»Kinder? Nein, danke!« bringt's übrigens prima auf den Punkt.
Oh, ein Lebenszeichen. Und dann auch noch ein so schön geschriebenes. Und nicht wieder sowas Fieses wie das Empire-Filmrätsel, dass meine Produktivität für den Rest des Tages gänzlich lähmt. Wobei: Produktivität am Sonntag? Ja, schon recht: durchschaut. Ist eh kaum vorhanden. Aber es bleibt mir ja nichts anderes übrig. Ergo: Word-Dokument öffnen und weitere drei Seiten über Trunkenheit im Mittelalter schreiben.
Einer Zeit, in der so einige Gräfinnen einen Jahresbedarf von 3000 Litern Wein hatten. Falls man sich also als Berufsjugendliche doch mal so richtig kaputt und alt fühlen möchte: das wäre vielleicht eine effektive Möglichkeit. ;)
Trunkenheit im Mittelalter? Was für ein Thema! Großartig! Und 3000 Liter? Allein? OMFG!
Ja, ist tatsächlich sehr amüsant. Nach heutiger Terminologie müssten die Deutschen im ausgehenden Mittelalter zum größten Teil Alkoholiker gewesen sein. Wobei sich die Frage stellt, ob man allen Quellen glauben kann oder es in einigen Fällen auch starke Überzeichnung ist. Dennoch: Kurfürst Christian II. rief 1610 Kaiser Rudolf II. nach einem Besuch in Prag die Worte zu: "Ihre Kaiserliche Majestät haben mich gar trefflich gehalten, also daß ich keine Stunde nüchtern gewesen." Und Ritter Hans von Schweinichen (es gibt Namen, die sind pures Gold) äußert seinen Aufzeichnungen in schöner Regelmäßigkeit immer wieder den Satz "Heute wieder einen guten Rausch gehabt". Er war damit bei weitem kein Einzelfall.
Abseits davon übrigens: Schon das neue Album von Phoenix gehört? Ich lege mich mal fest: Album des Jahres. Wird wohl auch so bleiben. Gewagt gewagt; ich weiß.
http://www.youtube.com/watch?v=4BJDNw7o6so
»Kinder? Nein, danke!« ist ja so eine Sache. Ich bin zugegeben auch froh, wenn ich meinen Neffen am Ende des Tages wieder bei meiner Schwester abgeben kann und kann mir ein Vatersein nicht so recht vorstellen.
Aber auf der anderen Seite muss man sich auf überlegen:
»Kinder? Nein, danke!« Wenn das unsere Eltern auch so gesehen hätten, würde es uns gar nicht geben. ;)
Flüp: Das Lied ist tatsächlich klasse. Sowas aber auch!
"Heute wieder einen guten Rausch gehabt." Ein großartiger Satz.
Ach wie schön, das kann ich für mich kopieren. Und wo ich, gleichen Alters, übergangsweise (seit 3 Mo) wieder bei den Eltern wohne, hat sich das Gefühl noch verfestigt. Man kann gemütlich spielen, bekommt täglich Essen und muss dafür ab und an staubsaugen! Warum soll man denn da die Seiten wechseln? ;)
Herr Schwenke? Gleichen Alters? Und ich dachte immer, du seist so ein junger Hüpfer.
*ghykh hehe, wo ist der Unterschied?
Es lebt zu Wasser und zu Lande? (Antwort muss du ähnlich wenig verstehen wie ich deine Frage. :P )
Das habe ich mir nach dem Abschicken auch gedacht. Ich tippe leider langsamer als ich denke. Ich wollte eigentlich was Kluges und Schlagfertiges sagen und dann bin ich mit einer Satzkrücke geendet. :( Dummerweise habe ich schon vergessen, was ich eigentlich sagen wollte. Öhm... tja, so ist das eben. passiert. Fisch?
Mist, ich wollte Frosch sagen! Oh, das ist ja 'ne geistige Katastrophe. Ich lass es jetzt besser.
:-)
Aber nicht ganz verkehrt. Nilpferd wäre die korrekte Antwort gewesen. Dieser Sparwitz stammt von Heinz Erhardt, glaube ich. Und geht sicherlich ganz anders. Aber das ist hier ja mittlerweile wurscht.
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