Donnerstag, Januar 29, 2004

20.10 Uhr

[zapp]
»Die Hollywood-Komödie Laurel Canyon...«
[zapp]
Und manchmal denkt man auch einfach nur so: Apokalypse? Ja, bitte. Dringend!

Montag, Januar 26, 2004

Morgendliches Grummeln

Scheiße ist auch, wenn man an zwei freien Tagen in Folge vom verfickten eingebauten Wecker um 7.30 Uhr aus den Federn geworfen wird, einen dabei leichte Panik überkommt, weil man sich fragt, warum zum Geier und ist da noch ein Artikel und was genau habe ich vergessen, dann feststellt, dass weder das eine, noch das andere und schon gar nicht das dritte, um schließlich mit einem wohligen Seufzen zurück in die Decken zu sinken, wo man für eine Stunde wegen des hohen Blutdrucks trotzdem nicht mehr einschlafen kann, und wenn man es schafft, nur ausgemachten Quark träumt. Okay, Thomas M., deine Sätze waren deutlich länger, deutlich verschachtelter, hatten viel mehr Biedermeier-Sofas drin, aber waren sie deswegen gleich besser? Ich will nix hören!

Sonntag, Januar 25, 2004

The Year of Living Dangeroulsy

So lautet mein Lieblingsfilmtitel. Habe den Film absichtlich nie gesehen. Obwohl der ganz sicher ganz großartig, weil von Peter Weir ist. Ich befürchte aber, ich mache alle meine nicht näher benennbaren, weil ungreifbaren Gefühle, die der Titel erzeugt, dadurch kaputt. Wünschte, er wäre mir eingefallen. Dann würde ich ihn rechtlich schützen lassen, und er könnte so auf ewig durch anderer Menschen Gedanken unbesudelt ruhen.

Mittwoch, Januar 21, 2004

Huch!

»Falls [insert Frauen-Name here] mal mit mir Schluss machen sollte, bist du fällig. Mehrmals!«

Sonntag, Januar 18, 2004

Endlich Platz!

Wenn es ein Ghetto für Menschen gäbe, die LotR: Return of the King noch nicht gesehen haben...mhm, ich hätte ziemlich viel Platz für mich alleine.

Samstag, Januar 17, 2004

Ich fordere:

Besitzer eines Golfs Pink Floyd müssen mindestens den Text von Wish you were here fehlerfrei rezitieren können. Fahrer eines Golf Genesis sollten in der Lage sein, Carpet Crawlers runterzubeten. Solch wilde Sachen wie Set the Controls for the Heart of the Sun oder Supper’s Ready verlange ich ja gar nicht. Von vornherein indiskutabel sind unrasierte Männer über sechzig, die schlecht sitzende Strickmützen tragen und auch sonst so aussehen, als würden sie von jedem potenziellen Musikantenstadl-Star ein Autogramm besitzen. Zwangsenteignung! Besitzer eines Bon Jovi-Golfs sind von diesen Regelungen ausgeschlossen. Die können hören, was sie wollen. Meinetwegen sogar Bon Jovi. Aber nicht bei offenem Fenster. Danke.

Donnerstag, Januar 15, 2004

Lernen. Aber was richtiges!

Schon mal aufgefallen? Schulungen, die der Arbeitgeber anbietet, helfen einem in den seltensten Fällen durch die wirklichen Abgründe des Lebens. Da wären zum Beispiel die beliebten Zeitmanagement-Schulungen. Klingen unglaublich gut und wichtig. Aber wenn man die Zeit unter vier Augen erwischen könnte, würde sie bestimmt rumflennen. Dass Hinz und Kunz, Kreti und Pleti sie managen wollen. Bei dem Alter, das sie auf dem Buckel hat, kann man ihr ruhig mal ein wenig Eigenständigkeit zubilligen. Finde ich. Doch bekomm die Zeit mal zu fassen. Die hat ja selber nie welche, die dumme Kuh.
Was ich wirklich brauche, ist etwas wie So bleiben sie auch trotz völliger geistiger Leere geistreich. Schön wäre auch Temporäre Blödheit spielend leicht durch fantastische Optik kaschieren. Naja, probiere ich es doch mal erst mit Zeitmanagement. Vielleicht bekomme ich es dann auf die Reihe, temporäre Blödheit zumindest richtig zu timen. Nachts, wenn ich schlafe, wäre dufte.

Montag, Januar 12, 2004

Auf dem Heimweg

»Verdammt ja, die große Kunst des Spieledesigns: an den richtigen Stellen die richtige Belohnung platzieren.«
»Genau. Absurd großes Bossmonster platt, verdächtig aussehende Kiste auf: Ah, magische Badelatschen mit + 2 auf Antirutsch.«
Wildes Gegacker.
»Ja, oder Stiefel mit + 5 auf Reiten.«
»Stiefel mit einem Plus auf Reiten? REITEN?«
»Get laid!«
Noch wilderes Gegacker.

Samstag, Januar 10, 2004

Die Kernkompetenz des Spiegels, ob nun off- oder online, liegt sicher nicht im Formulieren brillanter Bildunterschriften. Doch hiermit hat das Magazin einen neuen Tiefpunkt erreicht. Ich gratuliere.

Donnerstag, Januar 08, 2004

Fahn, fahn, fahn...

...auf der Autobahn. 1°C, Nebel zum Zwieback drin Aufweichen und dennoch »Störungsfreier Verkehr«. Das meldete jedenfalls das Hightech-Schild mit Blink-Dioden am Kreuz München Ost. Und tatsächlich, auf allen drei As nichts. Kein Auffahrunfall, kein Stau, nichts. Ägypten? Also hä? Paralleluniversum. Wahrscheinlich. Aber wann und wo bin ich rübergewechselt?
Übrigens: Daihatsu daihatsie doch nicht mehr alle! Wie kann man einen Wagen Applause nennen? Noch dazu einen so hässlichen?

Mittwoch, Januar 07, 2004

Kollege nach einigen Wochen krankheitsbedingter Abwesenheit: »Rein olfaktorisch hat sich hier gar nichts verändert.«

Dienstag, Januar 06, 2004

Kontinentaldrift ist das Wort, das mir durch den Kopf zuckt, wenn ich einen meiner Bekannten beim Einparken beobachte. Ernsthaft! Manchmal glaube ich fast, die eurasische und die afrikanische Platte nähern sich sogar schneller an (Oder bewegen die zwei sich voneinander weg?), als Herr Dingens seinen Wagen in eine Lücke bugsiert. Sei sie noch so groß. Eine neue Definition von Stillstand.

Sonntag, Januar 04, 2004

So geht's!

Merke: Jugendliche, die nach 20 Uhr nicht mehr ins Freie dürfen, begehen weniger Ladendiebstähle und fuchteln weniger mit Waffen rum. Sagt die CSU.

Samstag, Januar 03, 2004

Kampf dem großen Frost

Ich höre ab jetzt nur noch meine persönliche Sommer-Musik und bilde mir ein, draußen wären mindestens +25°C.

Freitag, Januar 02, 2004

Beschissene Werbung

Schöner Nachmittag. Größtenteils. Die frisch bei Paul geborgte Extended Version von Lord of the Rings: The Two Towers geschaut und erstaunlicherweise besser als im Kino damals befunden. Mag vielleicht daran liegen, dass es im Kino logischerweise nicht die Extended Version war. Dann der Fehler. Statt die Kiste direkt auszumachen, zappe ich mich noch ein wenig durch die nachmittägliche Volksverdummung der Privaten. Und zack, da ist er wieder: der Charmin' Bär. Mit Tochter.
Wie muss ich mir das vorstellen? (Wahrscheinlich muss ich gar nicht, kann aber nicht anders.) Die wohnen im Wald, haben da Klopapierhalter und Hängematten...äh, hängen, aber keine Toiletten weit und breit? Denn wenn Bär oder Jungbärin beim Werbegeschäft gezeigt werden, sieht man immer nur die verschämte Einstellung eines unverschämt selig grinsenden Gesichts vor einem Baumstamm. Kacken die immer unter den gleichen Baum? Was machen die danach? Scharren die das Ergebnis mit Laub und lockerer Erde zu? Oder legen sie, säuberlich gefaltet, ein paar Lagen des Abwischmaterials darüber? Fragen über Fragen.
Wenn die Bären nicht so vermenschlicht wären, würde ich das längst nicht so ekelig finden. Andererseits funktioniert diese Art der Werbung wohl kaum mit echten Darstellern. Naja, in meinem speziellen Fall funktioniert sie auch so nicht. Ich kann immer nur an vollgekackte Wälder denken, wenn ich beim Einkaufen das besagte Toilettenpapier sehe. Liebe Grüße an die verantwortliche Agentur.

Unvollständige Bibliographie

Zahllose Buchstaben, zahllose Wörter, zahllose Zeilen. Was man alles gelesen hat. In den Jahren. War sicher viel Schrott dabei. Vergessenswert. War sicher viel gutes dabei. Und so vieles davon ist unberechtigterweise vergessen worden. Selbst die Namen der Bücher sind nicht mehr präsent. Geschweige denn die Bücher. Vielleicht beginne ich mit dem bald anstehenden runden Geburtstag, eine Bibliographie anzulegen. Plus Kurzrezensionen. Dann kann ich im hohen Alter mit enormer Zeitersparnis immerhin ein bisschen mehr als mein halbes Leseleben an mir vorbeiziehen lassen. Ein schöner Gedanke.