Dienstag, März 30, 2004

Hat gar nicht weh getan

i hold an image of the ashtray girl
as the cigarette burns on my chest
i wrote a poem that describes her world
and put our friendship to the test
and late at night whilst on all fours
she used to watch me kiss the floor
what’s wrong with this picture?

farewell the ashtray girl
forbidden snowflake
beware this troubled world
watch out for earthquakes
goodbye to open sores
to broken semaphore
you know we miss her
we miss her picture

sometimes it’s fated
we disintegrate it
for fear of growing old
sometimes it’s fated
we assassinate it
for fear of growing old

farewell the ashtray girl
angelic fruitcake
beware this troubled world
control your intake
goodbye to open sores
goodbye and furthermore
i know we miss her
we miss her picture

hang on
though we try
it’s gone

i can’t stop growing old

this picture, placebo

Freitag, März 26, 2004

Full Rectum Warrior

Das passiert, wenn man sich in der einen Ecke des Büros über den faszinierenden, schwulen David aus Six Feet Under* unterhält, während in der anderen Ecke Full Spectrum Warrior Thema ist.

*Muss irgendwann mal in epischer Breite erzählen, wie einmalig, wie großartig diese Serie ist. Sah selten etwas, das mich ähnlich verklärt hat.

Donnerstag, März 25, 2004

Frisch gehört und leider...

...noch nicht wieder vergessen:
Ist der Aktmaler der brutale Autobahnkiller?
Sat1, ich danke dir.

NSDD*

Gestern Abend fuhr ich mal wieder die Strecke zwischen Markt Schwaben und Forstinnig entlang -- wie neulich. Rechts und links weiße Felder, zugeschneite Bäume. Dach- und Seitenfenster zu. Scheibenwischer im Dauerbetrieb. Auf den Ohren Rage Against the Machine. Abartig laut. Und dachte: »Eigentlich ganz schön, so ein erneuter Wintereinbruch. Kann man sich noch mal über den Frühling freuen, wenn er wieder kommt.«
Frage mich, welcher Art die giftigen Dämpfe sind, die meine Bürowände ausatmen.

*New Snow, Different Day. Frei nach SSDD (Same Shit, Different Day). Aus Stephen Kings Dreamcatcher. Findet man hierzulande unter dem Titel Duddits. Lesbar.

Montag, März 22, 2004

Blödsinn

Gewaltfantasien, sagt er. Das kommt vom Spielen, sagt er.

Remake? Kein Problem.

Wenn Peter Jackson jetzt auf die Idee kommen würde, eine Remake von Braindead zu filmen -- das könnte er recht kostengünstig erledigen. Einfach anderthalb Stunden die Kamera auf meine Hirse richten. Und feddich. Spaßeshalber könnte ich mir dabei noch die Tomatensoße der Matschnudeln, die ich gerade vor dem Monitor verschlungen habe, aus dem rechten Mundwinkel laufen lassen. Oder doch lieber aus dem linken?

Freitag, März 19, 2004

Thema der Woche

Ich mochte es früher nie, wenn ich mochte, was alle mochten. U2 etwa. Die waren damals ganz groß in meiner Abi-Stufe. Musik -- keine Frage -- stellenweise wirklich toll. Aber ich konnte nicht über meinen Schatten hüpfen und die Euphorie der anderen offen teilen. Ging einfach nicht.
Und ich mochte es auch nie, das zu tun, was alle taten. Tanzkurse etwa. Da war echt jeder drin. Nur ich nicht. Ich war ja nicht mal im Kindergarten. So!
Mit dem Alter blablabla, doch das kennen wir ja schon aus unzähligen anderen Blogs (beispielsweise hier und hier). Heute kann ich auch Harry Potter gut finden, ohne mich dabei schlecht zu fühlen. Und heute kann ich auch über den Frühling referieren, obwohl das alle machen (beispielsweise hier und hier). Und mal ehrlich -- Frühling nicht mögen, ist wie kleine Kinder gerne foltern.
Gestern Abend also fuhr ich gegen 21.00 Uhr die Strecke zwischen Markt Schwaben und Forstinning entlang. Rechts und links Felder, die Teiche einer Fischzucht, Bauernhöfe. Bäume, die sich noch nicht sicher sind, wie sie auf die Wärme und das plötzlich nicht mehr durch Wolken gefilterte Tageslicht reagieren sollen. In der Ferne die sich wie ein begradigter Strom durch platte Landschaft pflügende A94. Beide Seiten- und das Dachfenster offen. Laute Musik in den Ohren. Und in der Nase ein Geruch, der mich trunken machte: die wieder atmende Erde, der langsam abkühlende Asphalt, der leicht moderige Hauch, der von den Teichen herüberwehte, das ekelig süße Aroma aus viel zu lange geschlossenen, jetzt wieder offenen Stalltüren. All das nahm ich einzeln und zugleich als Symphonie wahr. Konnte nicht genug davon bekommen. Wollte anhalten. Schnüffeln. Doch man fährt so gerne bei lauter Musik Auto, wenn das Leben sonst in bewegungsloser Stille verharrt.

Sonntag, März 14, 2004

Bash

#23396 +(6810)- [X]
Donut[AFK]: HEY EURAKARTE
Donut[AFK]: INSULT
Eurakarte: RETORT
Donut[AFK]: COUNTER-RETORT
Eurakarte: QUESTIONING OF SEXUAL PREFERENCE
Donut[AFK]: SUGGESTION TO SHUT THE FUCK UP
Eurakarte: NOTATION THAT YOU CREATE A VACUUM
Donut[AFK]: RIPOSTE
Donut[AFK]: ADDON RIPOSTE
Eurakarte: COUNTER-RIPOSTE
Donut[AFK]: COUNTER-COUNTER RIPOSTE
Eurakarte: NONSENSICAL STATEMENT INVOLVING PLANKTON
Miles_Prower: RESPONSE TO RANDOM STATEMENT AND THREAT TO BAN OPPOSING SIDES
Eurakarte: WORDS OF PRAISE FOR FISHFOOD
Miles_Prower: ACKNOWLEDGEMENT AND ACCEPTENCE OF TERMS

Wer es lieber zeitgeistiger und eloquenter (Jeder möge für sich selbst entscheiden, ob ich das ironisch meine oder nicht.) hat, springt hierhin.

Gestern Abend...

...das erste Mal in diesem Jahr ein Bier unter freiem Himmel getrunken. Großartig dabei gefühlt.

Montag, März 08, 2004

Ein Tag im Zeichen des Bösen

Ich...
...begann ein Gespräch mit »Na, alles frisch?«
...aß Nudeln nur in Ketchup getunkt.
...hörte nicht zu.
...sprach nicht mit mir wichtigen Menschen.
...wünschte jemanden auf den Mond – ohne Sauerstoffgerät.
...war anstrengend.
...blieb eine Antwort schuldig.
...verstieß gegen drei der zehn Gebote. Aber das sind die schon gewohnt.
...verstieß gegen ein viertes. Daran gewöhne ich mich nie.

Mittwoch, März 03, 2004

Berechenbares Pack

Kaum gibt man ihnen was zu trinken, schon sind sie einem wieder grün. Zimmerpflanzen. Pah!

Nachträglich

Wenn man morgens um 5.54 Uhr an der erstklassigsten Stelle aus einem erstklassigen Traum gerissen wird, weil der innere Terminkalender mit Nachdruck darauf hinweist, dass man am Vortag vergessen hat, der Mutter zum Geburtstag zu gratulieren, sie dann nach einigem Grübeln um 6.15 Uhr anruft und sich urplötzlich seit Monaten das erste vernünftige Mutter-Tochter-Gespräch im Anschluss an die nachträglichen Geburtstagsgrüße und weinerlichen Entschuldigungen entfaltet, hat man wider Erwarten einen ziemlich okayen Start in den Tag hingelegt. Und sie hat nicht einmal »Und, was macht die Liebe?« gefragt. Hätte sie mich weiterschlafen lassen, hätte ich ihr vielleicht sogar eine diffuse Antwort auf die nicht gestellte Frage geben können.