Donnerstag, August 31, 2006

Was ich heute alles hätte tun können! Meiner Treu. Bisher aber nur geschlafen (wird wohl eine lange wache Nacht), bisschen gelesen, bisschen Mail-Verkehr (immerhin) gehabt und Guild Wars gespielt. Argh! Aber seit ich jüngst entdeckt habe, worin der Reiz eines Waldläufers liegt -- diese diebische Freude, wenn man im PvP beobachtet, wie der blöde gegnerische Elementarma-gier/Nekromant/Mesmer/Mönch kaum einen Zauber durchbekommt, weil meine Pfeile ihn stets unterbrechen (und vergiften!) -- kann ich nur schwer davon ablassen. Spaß, Spaß, Spaß! Wie konnte ich mich dieser Klasse nur so lange verweigern?

Zudem fühle ich mich auf wunderbare Art scheiße dabei, eine Wald-läuferin namens Walden Pond zu haben, deren Begleit-Tiger Thoreau heißt. Herr 'Guild Wars Deutschlandvertrieb' äußerte sich im Mail-Verkehr (!) wie folgt zu diesem Bild: »Sehr sexy und nette Muschi!«

Mittwoch, August 30, 2006

»Du! Das macht mein Leben jetzt auch nicht einfacher, dass ich mich in einen Romanhelden verknallt habe!« poltert sie mit gespieltem Zorn in mein Büro, um sich dann mit einem Schnaufen auf die Schreibtischkante zu setzen.
»Alex?« frage ich so überflüssig wie wissend.
»Alex!« bestätigt sie mit einem Lächeln.

(Und dabei kennt sie bisher nur die 33-Jahre-Variante. Jenseits der 40 wird der Mann noch viel wunderbarer. Oder der Autor. Was ana-lytisch betrachtet auf's Gleiche hinauslaufen dürfte. Aber ich fang doch bei derartigem Frauengedöns nicht das Analysieren an.)

Dienstag, August 29, 2006

Das Schlimmste an der GC 2006?
Dieser Herpes, der sich Samstag früh nach dem Wachwerden ankündigte und Atompilz-ähnlich im Laufe des Tages immer größer wurde. (Zovirax natürlich daheim.)
Das Beste an der GC 2006?
Die 35 Minuten auf der Bühne zwischen War Machine und den Idiot Savants während der zweiten Runde des Finalspiels.

Donnerstag, August 24, 2006

»Jennifer! Es spielt doch keine Rolle, es stimmt ja auch sonst nichts.«
(Da würde ich zu gern mal für einige Zeit arbeiten.)

Mittwoch, August 23, 2006

Das Spiel mit den Vorurteilen in 'L.A. Crash' (sah ich gestern Abend) klappt übrigens auch nur ein einziges Mal, nämlich ganz zu Beginn, wenn die beiden Schwarzen -- doch ich will nicht spoilern, falls jemand der hier Lesenden den Film noch nicht sah, aber noch sehen möchte. Und ganz ehrlich, diese Nummer mit der Besetzung, dieses bewusste Wählen von Darlings wie Sandra Bullock oder Brendan Fraser für unsympathische Rollen -- das ist ja irgendwie seit den beiden großen Vorgängern zu 'L.A. Crash', nämlich seit 'Short Cuts', spätestens aber seit 'Magnolia', eine alte Masche, von der ich mich nur sehr ungern und genau so erfolglos manipuliert versucht fühle. Am Ende ist 'L.A. Crash' nur ein Feelgood Movie, das uns einbläuen will, dass Menschen sich ändern können. Oder oft ganz anders sind, als zunächst angenommen. Aber verflixt, der erste Dialog (während des Vorspanns), die Musik, die Bilder, die ich teilweise nicht ertragen konnte -- das ist alles schon sehr, sehr großartig.

Sonntag, August 20, 2006

Das Bemerkenswerteste am ganzen Seattle/Bellevue-Trip jüngst war nicht das Spiel, das ich mir dort ansah, obschon es natürlich genau das ist -- bei Licht und nüchtern betrachtet. Das Bemerkenswerteste war auch nicht die nette Dame aus dem Hotelshop, die mich nach einem kleinen Plausch über 'woher und so' mit der Annahme glücklich machte, wir würden hier noch immer in Ruinen leben. Es war ebenso nicht mein kleiner erster Shoppingversuch, der in einem Barnes & Noble Store seinen Anfang nahm und dort drei Stunden später mit zwei neuen Kellermans und diversen anderen Büchern auch wieder endete -- ohne zwischenzeitlich mal woanders gewesen zu sein. Ebenso war es nicht die Feststellung, dass 'Charlie and the Chocolate Factory' trotz des Gespanns Tim Burton und Danny Elfman wirklich sehenswert ist. Es war auch nicht die Inderin, die auf dem Rückflug neben mir saß und sich kurz vor der Landung zu den drei bereits um ihren Leib verteilten Kissen auch noch meins schnappte, ihr Gesicht kurz daran rieb, um es anschließend mit einem seltsam klingenden Seufzer wieder zur Seite zu legen. Und schon gar nicht war das Bemerkenswerteste, dass ich vier Caramel Macchiatos (riesig) hintereinander ohne feststellbare Nebenwirkungen vertrage. Das Bemerkenswerteste war echt mal, dass plötzlich so mir nichts, dir nichts während des Abendessens (pardon, während des Dinners) bei Strains Télépopmusik aus den Boxen kam.
Afk|ese [f. -; nur Sg.] öffentlich zur Schau gestellte reduzierte Computer- und Internetnutzung, Selbstüberwindung durch reduzierte Computer- und Internetnutzung

Samstag, August 19, 2006

'Why are you so contrary?'
'Because you wouldn't respect me otherwise.'
'You think so?'
'Babe, I know so.'

(Laurel Canyon)

Donnerstag, August 17, 2006

Kleine Anleitung, wie frau sich keine Freunde bei einem Abend-essen mit vornehmlich männlichen Teilnehmern aus der Sparte 'Anfang 40, Teilzeit-Junge' macht:
  • behaupten, Fight Club sei ja auch nur so'n Film, der gerne mehr wäre, es aber nicht ist, doch das unverschämte Glück hat, von den meisten als 'mehr' wahrgenommen zu werden.
  • George R. R. Martin in die Kategorie der 'size matters'-Schwallautoren einordnen. Und in sonst keine.
(I really enjoyed our fantasy and sci-fi book discussion as well, even though I
have to deduct points for your thoughts on GRRM.)
Warum Bellevue eigentlich Bellevue heißt, bekommt man ja auch nur dann richtig mit, wenn man zur rechten Zeit bei Microsoft eingestiegen ist. Glaube ich. ('I joined Microsoft in 1997.' -- 'And what did you do there?' -- 'I just joined.')
(Verständnis-Tipp: Nahezu alles dort Private Property am Lake Washington.)

Mittwoch, August 16, 2006

'So Petra, are you married?'
'No.'
'In a relationship?'
'No.'
'Would you date an American?'
'Erm...?'
'Cause we have so many wonderful and smart friends, all singles. Let's see what we can arrange the next time you come here.'
(Abendlicher Vorhöllen-Dialog mit der Frau des sexiest game designers alive.)

Dienstag, August 15, 2006

Nota bene: Mit kleiner werdendem Arsch steigen die Ausgaben.

Montag, August 14, 2006


(rainy city)

Samstag, August 12, 2006

Neues Deo besorgt, weil das vorrätige zu nass zum Fliegen war.

Freitag, August 11, 2006

Seltsame Momente, in denen man sich fühlt, als sei man gar nicht man selbst. Für Sekundenbruchteile fremd im eigenen Körper, in der gewohnten Umgebung sein. Bekannte Gesichter werden unbekannt. Den Verdacht haben, dass etwas entschieden falsch läuft und man eigentlich ganz woanders sein sollte -- ich mag das.

Donnerstag, August 10, 2006

Mercedes Benz baut übrigens noch immer lächerliche Autos.
(Und sollte ich jemals ernsthaft darüber nachdenken, mir einen Wagen mit Automatik-Getriebe anzuschaffen, darf mich irgendwer, der gerade nichts besseres zu tun hat, zum Abdecker fahren.)

Dienstag, August 08, 2006

Nur Kindheitserinnerungen? Oder 'Me too'-Gefühl?
Der Kontrast? Die Trennung? Die Klarheit? Eine versteckte Sym-biose? Billiger 'Uh, ich steh auf Scifi'-Klimbim? Was nur, was? Versuche es schon seit Tagen, kann aber nicht in Worte fassen, was ich empfinde, warum ich so empfinde, wenn ich moderne Architektur und Natur zusammen sehe. Kann es ein anderer?
(The artificial is controlling me.)
Der Mann hat offenbar überhaupt keine Ahnung von Webdesign. Aber er versteht eine verdammte Menge von Weltdesign. Bitte einfach mal bedingungslos durchklicken. Merci dafür.

Montag, August 07, 2006

Wach werden und sich für mehrere Sekunden fragen, was das für eine Uhrzeit da auf dem Display sein soll, 2:15,6 Uhr?

Sonntag, August 06, 2006

1999 war übrigens ein schönes Jahr, das fiel mir gerade so auf. Ich las miese Bücher, ohne es zu merken. Mein Auto war zwar alt, aber wenigstens in Gänze meins. Ich wog sicherlich vier bis sechs Kilo weniger als jetzt, und Hosenkauf ging so: rein in den Laden, 501 aus Regal gezogen, bezahlt, raus aus dem Laden. Meine Lebens-planung beschränkte sich jeweils nur auf den kommenden Tag, die Ansprüche an den männlichen Gegenüber waren in allen Belangen winzig. Ich hatte, wenn überhaupt, schlechten Sex, wusste es aber nicht. Und es gab deutlich mehr vernünftige Quake-3-Server.

Samstag, August 05, 2006

Freitag, August 04, 2006

Als die Aufnahme gemacht wurde, war meine Mutter entweder nicht zuhause oder hatte den Wagen in der Garage. Ach ja, Google Earth hat nun deutlich mehr zu gucken. Mein Elternhaus etwa.
(Oh mein Gott, ich kann sogar die beiden Sandkästen neben dem Bolzplatz erkennen! Was ein Spaß das ist.
Uh, viel besser ist ja noch, eine Route abzufliegen. Die Autobahnauf-fahrt von Forstinning -- mit Kurvenflug der Kamera. Unfassbar.)

Donnerstag, August 03, 2006

Und sich ganz fest vornehmen, das durch den aktuellen Herbst-Teaser jetzt schon im Kopf spukende jahrezeitlich bedingte Kryptikbloggen auf ein Minimum zu reduzieren.
Passt mir ganz gut in den Kram, weil ich aktuell sowieso darüber nachdenke, warum eigentlich. Stöckchen also, von Fabian:

Warum bloggst Du?
Angefangen hat es dank einer Bemerkung von Gunnar. »Du brauchst dein eigenes Blog«, sagte er irgendwann Ende 2003 nach einem unserer 'witty combats'. Gunnar war übrigens der erste von drei besonderen Menschen, die behaupteten, ich sei inspirierend. So was geht ja alles nicht spurlos an jemandem vorbei, der unter gesteigertem Selbstdarstellungstrieb leidet. Blog also.
Ich mag es, zu schreiben. Mit ein bisschen Witz in Gedanken und Formulierung. Gelingt zuweilen sogar. Ich mag die Freiheit in der Form. Das Experimentieren.
Am meisten aber gefällt mir das Unmittelbare. Denken. Tippen. Veröffentlichen. Und die verhältnismäßig geringe 'response time'. Ich bin Fräulein Ungeduld. Ich habe nicht den leisesten Hauch, woran das liegen mag. Weiß schlicht keine Antwort. Als Kind zu wenig Liebe? Kann ich meinen Eltern nicht wirklich vorwerfen.
Ich bewundere und beneide Menschen, die in aller Stille über lange Zeit auf etwas hinarbeiten können. Ohne zwischenzeitliche Resonanz. Ich würde das auch so gerne können. Kann ich aber nicht. Deswegen wird wahrscheinlich nie jemals was aus dem Buch. Unter anderem.

Seit wann bloggst Du?
31. Dezember 2003.
(Ich muss den alten Schmonz mal sieben. Da gibt es einiges, was ich nur noch unter Schaudern lesen kann.)

Selbstportrait:
Hatte ich mal eins online. Da stand ungefähr das ('ungefähr', weil ich die Dinge, die nicht mehr stimmen, entfernt habe):
Impulsiv. Theatralisch. Ich rede viel und gerne. Oft zuviel. Oft zu früh. Ich bin manchmal ekelhaft ehrlich. Ich rauche. Wieder. Ebenfalls zuviel. Ich liebe Musik. Tut ja jeder, aber dennoch will ich es gesagt haben. Ich liebe Bücher. Wie sie sich anfühlen, wenn man sie frisch gekauft hat. Wie sie sich anfühlen, wenn man sie das erste Mal abends im Bett aufschlägt. Wie sie sich anfühlen, wenn man sie nach der letzten Seite schließt. Wie sie sich anfühlen, wenn sie schon ganz zerlesen sind. Wie sie aussehen, wenn sie im Regal nebeneinander stehen. Und ja, den Inhalt mag ich auch häufig. Manchmal liebe ich ihn auch. Ich habe im Winter immer kalte Füße. Dafür hasse ich den Winter gelegentlich. Aber ich könnte nicht auf Dauer in einem Land leben, in dem sich die Jahrezeiten nur anhand des Kalenders unterscheiden lassen. Dafür mag ich Frühling, Sommer und Herbst zu sehr. Blaue Flecken. Blaue Flecken bekomme ich schon, wenn mich jemand zu intensiv anschaut. Manchmal wache ich morgens auf und habe einen neuen. Und weiß nicht woher. Ich bin schrecklich faul. Und es stört mich nicht. Ich lasse mich absurd schnell ablenken. Das stört mich immens. Vor allem bei der Arbeit. Wenn mich irgendwas beschäftigt, bestimmt das fast mein gesamtes Handeln und Denken und blockiert mich regelrecht. Für Tage. Ich bin gerne leicht beschwippst. Ich träume in Farbe und Stereo. Und in Jahreszeiten. Im Sommer und Herbst träume ich nur wenig. Beziehungsweise kann ich mich selten daran erinnern. Im Winter und Frühling dafür umso besser. Ich wäre gerne größer. Nur ein bisschen. Ich bin nicht an Politik interessiert. Was mich extrem ärgert. Ich esse kein Fleisch. Ausnahme: Das Tier hat in freier Wildbahn gelebt oder ich konnte mich vorher davon überzeugen, dass es artgerecht gehalten worden ist. Folglich esse ich eigentlich wirklich kein Fleisch. Und bedauere es nicht. Ich bin gelegentlich stutenbissig. Keines meiner liebsten Attribute. Mein liebstes Attribut? Da gibt es eins. Aber das ist jetzt wirklich zu persönlich.

Warum lesen Leute Dein Blog?
Große Teile lesen sicher wegen meines Jobs und dem damit verbundenen Bekanntheitsgrad. Kleinere Teile lesen vielleicht, weil sie sich hier gut unterhalten fühlen. Schnittmenge gibt es sicher auch. Wenn ich noch mal beginnen würde, würden hier mein Name und mein Job niemals erwähnt werden.

Welches war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
'pornos aus den 70er(n)', das 'n' von mir der Vollständigkeit halber.

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Den habe ich noch nicht geschrieben. Ich beschwere mich, wenn es so weit ist.

Dein aktuelles Lieblingsblog?
Das von Herrn Mel-O-Drama. Obschon ich das ändern muss. Da gibt es mir in letzter Zeit entschieden zu viele Groupies. Nicht, dass ich ihm das nicht gönnen würde. Aber ich reihe mich so ungern ein. Bin so ungern nur eine unter vielen.

Welches Blog hast Du zuletzt gelesen?
Das SZ-Krimiblog.

Wie viele Feeds hast Du gerade abonniert?
Vier.

An welche vier Blogger gibst Du das Stöckchen weiter und warum?
An keinen einen. Schreiben eh alle den gleichen Schmodder.

Dienstag, August 01, 2006

(Warum die SZ-Kurzkrimiwettbewerb-Krimis bei mir nie fertig werden, weiß ich nu' auch nich' genau*.)

Er rollte die Absperrung zusammen und lehnte sie gegen einen der Pfosten. Der Cadillac fuhr auf das von grauem und gelbem Gras bedeckte Gelände, das das Gebäude umgab. Die Landschaft war hügelig und durch Rainbecken gegliedert. Der lehmige Boden von Wasser durchtränkt. Auf den Kuppen und in den schmalen Tälern sah man kleine kahle Wälder, die sich schwarz vom schwärzlichen Grün der Wiesen und grau vom grauen Himmel abhoben.
(Bis hier Vorlage der SZ für den Juli.)

Völliger Schwachsinn, auf deutschen Straßen mit so einem Schiff rumzuschippern. Aber es steht ihr, verdammt, es steht ihr. Frohn seufzte hingerissen.
Der Wagen kam zum Stehen. Der rechte Vorderreifen nur Millimeter vor der Stelle, an der er sich vorhin das zweite Mal übergeben hatte. Knapp. Schade.
Kommissarin Graf stieg aus. Nahm, ohne ein einziges Wort gesagt zu haben, Besitz. Die wenigen Sekunden, die sie zu Frohn brauchte, reichten, um sich alles zu Eigen zu machen. Die Absperrung, den Pfosten, das Haus, den lehmigen Boden, die Männer von der Spurensicherung, die darüber trippelten, die Leiche da hinten in der Senke. Frohn gehörte ihr sowieso. Gräfin Graf und Frohn. Manchmal hat das Leben reichlich alberne Ideen, dachte der Assistent zum zahllosesten Mal.
»Du siehst nicht gut aus. So schlimm?«
Frohn grinste gallig, deutete wortlos auf die Kotze.
»Huch! Ganz schön knapp«, kommentierte sie. Fast ein Echo seiner Gedanken.
»Das ist das Widerlichste, das ich je gesehen habe«, verteidigte er sich.
»Echt? Also ich kann mich beeindruckender übergeben.«
»Blabla. Komm mit.«
»Ich folge dir, wohin immer du gehst.«
Frohn verdrehte die Augen. Kapriziöses Miststück.
»Sie hätten uns den Fall nicht geben dürfen«, sagte er, während sie sich dem Fundort näherten.
»Aha?«
»Das ist nichts für eine Frau, wirklich nicht.«
Sie blieb stehen.
»Du sorgst dich ja um mich.«
»Das überrascht dich?«
»Sollte es mich nicht überraschen?«
»Muss du jede meiner Fragen mit einer Gegenfrage beantworten?«
»Mache ich das?«
Frohn seufzte, abermals hingerissen. Sie lächelte ihn an.
»Also ist es wirklich schlimm?«
»Sehr.«
Nachdem Frohn ihr die Leiche gezeigt hatte, sah auch sie etwas lädiert aus. Sie saß vor der Haustür auf der schmutzigen Treppe, scherte sich einen Dreck um die Flecken, die dadurch auf den feinen Tweedstoff ihres Kostüms gerieten, rauchte und schwieg.
»Was für eine unfassbare Scheiße ist das eigentlich? Da will mich doch wer verarschen!« sagte sie plötzlich mit einer gehörigen Portion Unglück in der aufgebrachten Stimme...

(*Und natürlich weiß ich es ziemlich sehr genau. Es ist die Methode, die ich hinter einem guten Krimi, sei er noch so kurz, vermute. Ich glaube ja fest, dass man im Kopf mit der Lösung beginnen muss, auch wenn der relativ frisch mit Alex Delaware infizierte Gunnar heute in den Ausläufern eines 'Gottchen, der ist ja so super, der Kellerman'-Gesprächs was anderes mutmaßte. Dass man eben doch mit einem Satz, mit der Tat beginnen kann und alles andere später kommt. Ich glaub das ja nicht. Blöd ist dann, dass ich immer, immer mit einem Satz einfach so beginne. Methode war nie meins.)