Donnerstag, November 30, 2006

Und manchmal wünschte ich, ich wäre bald leer geschrieben. Noch die letzten Buchstaben rausquetschen und dann alle, alle.

Mittwoch, November 29, 2006

Hätte ich nicht die Collector's Edition und damit den Soundtrack von Guild Wars Nightfall, ich würde Frau Tightrope Artist einfach halbe Tage in der Mission 'Festival Of Lyss' rumgammeln lassen, nur um den gleichnamigen Track in Loop hören zu können.

Sonntag, November 26, 2006

Zu Computecs 'Play Vanilla' ist sicher schon eine Menge bemerkt worden. Bestimmt hat sich auch schon mal jemand darüber ausgelassen, wie sinnvoll es überhaupt ist, einem Magazin für eine Nicht-Nerd-Zielgruppe den eher undurchsichtigen Nerd-Titel 'Play Vanilla' aufzudrücken. Und was denken Frauen, die sich die Mühe machen, 'vanilla' nachzuschlagen*. Etwas wie »Aha, mir werden hier also nur die simplen Sachen schmackhaft gemacht. Zuckrig! Das kann sich ja nur ein Männerverein ausgedacht haben.«? In der Tat legt die Unterzeile 'An die Geräte, Mädels!' diese Vermutung nahe, ist 'Mädels' doch der bevorzugte Begriff von Ich-bin-zwar-schon-über-35-aber-(krampfhaft)-jung-geblieben-Herren für Frauen. Über 'An die Geräte' muss man sich dann auch nicht mehr wundern. Warum das Zielpublikum auf dem Rest des Covers konsequent gesiezt wird, lässt mich weiterhin vermuten, dass die Ausrichtungsüberlegung bei Drucklegung noch nicht beendet war.
Aber wirklich ganz ausgezeichnet finde ich 'vanilla' und 'An die Geräte, Mädels!' in diesem Zusammenhang.

*Da fällt mir soeben auf: Vielleicht, ganz sicher sogar, erklärt man im Editorial den Begriff 'vanilla'. Macht die Sache aber auch nicht besser.

Freitag, November 24, 2006

Dienstag, November 21, 2006

Das beste Kompliment der letzten Zeit war gar nicht dieses »Sie sind außergewöhnlich, und dank Ihnen sehe ich jetzt auch wieder bunt.« oder dieses »Charmant, humorvoll, schlagfertig!«, sondern es war dieses »This ranger is amazing, he distracts Reversal of Fortune and Protective Spirit!« von gestern Abend gegen 22:30 Uhr in den Random Arenas von Guild Wars.
(War natürlich reiner Zufall, dass mir das gleich mehrfach bei dem Mönch gelang, aber das binde ich dem ja nicht auf die Polygon-Nase.)

Samstag, November 18, 2006

Ich kann mich nicht entscheiden: im hohen Alter von 64 in die niederschlesische Oberlausitz ziehen und dort einen mittelstän-dischen Betrieb für Kurzwaren gründen oder doch lieber einfach in Rente gehen? Wie gut, dass ich noch ein paar Jahre für die Ent-scheidung habe. Sag' ich jetzt. Und dann ist übermorgen, ich bin 64 und weiß noch immer nicht, was tun.
Mein Wecker im Schlafzimmer geht eine Stunde vor, ebenso die Uhr auf meinem Festnetztelefon und die im Auto. In der Wohn-küche an der Wand ist schon seit gut einem halben Jahr 8:30 Uhr. Ich hab' keine Ahnung, ob morgens oder abends. Mein Handy ist nur deswegen schon im Winter, weil neulich der Akku komplett leer war und ich nach Aufladen alles neu einstellen musste. Nur mein Rechner, der hat immer die rechte Zeit. Das erledigt Micro-soft für ihn. Nett. Ich frag' die mal, was ich mit 64 machen soll.

love
Passend dazu auf die Minute per Spam herein gekommen.

Mittwoch, November 15, 2006

Jüngst erstmalig einem Mann, den ich angemessen spannend fand, prüfend auf den Ringfinger geschaut. In dem Alter bin ich also.

Sonntag, November 12, 2006

Herrje, was für ein Zustand ist das nun wieder? Der, in dem ich mich aktuell befinde? Zum Kotzen! Diese Unlust über irgendwas zu schreiben, weil im Hinterkopf ständig irgendwer auf die 'Ist-doch-alles-völlig-scheißegal-Glocke' haut: »Dongdongdong, interessiert keine Sau. Oder versteht keine Sau. Oder beides. Lass es!« Und weil alles durcheinander ist, ein großer Haufen Kuddelmuddel aus Halbsätzen, Befindlichkeiten, Erinnerungen, Gefühlen. Chaos deluxe. Das krieg' ich verdammt noch mal nicht entpfriemelt.
Aber! Aber wenn ich nicht schreibe, dann fehlt was. Dann ist das manchmal so, als gäbe es mich gar nicht, weil ich das, was mich in meiner Wahrnehmung zu einem Großteil ausmacht, einfach nicht mache. Da kann ich gleich mit dem Atmen aufhören. Wie also da wieder raus kommen? Aus dem Durcheinander und der Unlust? Einfach überhaupt was schreiben. Irgendwas. Los, los, los! Jetzt!
Okay, los:

Das Grab meines Vaters kann ich vom Fenster meines alten Zimmers sehen. Also zumindest den Grabstein, das ist so ein Hinkelstein-artiger mit ganz dezenter Inschrift.
Die frischsten Erinnerungen an meinen Vater sind keine hübschen, die sind nur schmerzhaft. Die Erinnerungen an mich aus dieser Zeit sind auch keine hübschen. Ich war nämlich nicht da. Ich war in München, saß weit fort, war froh, dass ich nicht tagtäglich miterleben musste, wie er langsam aber sicher vor sich hin starb. Das überließ ich bis auf regelmäßige Kurzbesuche (manchmal zweimal im Monat) meiner Mutter. Und immer war ich froh, wieder abhauen zu können.

Alles begann, als ich in die siebte Klasse kam. Niereninsuffizienz, also chronisches Nierenversagen. Folglich Dialyse. War kein schönes Jahr, damals. Alles endete im Sommer 2000, nach viel unfassbarem Zeug. Da war beispielsweise die Episode, als mein Vater Gürtelrose am Kopf bekam und irgendein Volldepp von Arzt ihm per Tropf Hardcore-Medikamente einflößte, die der Körper aufgrund der lustigen Nierenprobleme nicht richtig abbauen konnte. Folge: temporärer Wahnsinn. Es ist wirklich kein erhebendes Gefühl, wenn man seinen eigenen Vater... ach, egal. Die Krönung war dann jedoch, dass man ihn tatsächlich nach ein paar Tagen in die geschlossene Abteilung verlegte, aus der er mich, schon fast wieder ganz bei Sinnen, daheim anrief und mich bat, ihn da raus zu holen. Meine Mutter? Die war entweder arbeiten und somit nicht direkt für ihn zu erreichen oder in der Reha wegen ihres neuen Kniegelenks. Ich weiß es nicht mehr genau. Meine Erinnerungen an das alles sind verschwommen, mein Verdrängungsmechanismus funktioniert seit jeher hervorragend. Aber ich kann mich gut an den Zorn erinnern, den ich spürte. Der rationale Teil davon: auf die Ärzte, die ihm das antaten. Der irrationale Teil davon: auf ihn, der mir das antat.
Ein paar Wochen darauf dann der Schlaganfall, den man erst drei Tage später als solchen erkannte. Unstoppbare Lähmung, Siechtum. Das fiel genau in die Zeit, da ich bei GameStar begann. (Kommentar meines Vaters, als ich ihm vorher mal eine Ausgabe mit dem Green Beret aus Commandos 2 auf dem Cover zeigte: »Bei dem Ballermagazin willst du arbeiten?«) Weit weg von all dem. Ein paar Monate später war er tot.

Mein Vater war kein starker Mann. War er nie, nicht mal, als er noch gesund war. Trotzdem hab' ich ihn sehr geliebt. Weil er war, wie er war. Jähzornig, lustig, verschlossen, verschroben, interessiert, ignorant, radikal. Emotional, wie kaum ein anderer Mensch, den ich kenne und kannte. Und weil er einfach mein Vater war. Aber stark? Stark musste ich sein. Oder zumindest so tun.
Er hätte am kommenden Dienstag Geburtstag. Ich sollte mir eine Notiz machen, damit ich meine Mutter anrufe, weil ich es sonst sicher wieder vergesse. Sie ist am 14. November immer etwas schwermütig.

Ah, schon besser. Ich fahr' nun ins Büro und spiel' ein Kriegsspiel.

Dienstag, November 07, 2006

Im Spätherbst ist der eigene Schatten durch die tief stehende Sonne so elend groß. Da kann man nicht einfach drüber hüpfen.

Montag, November 06, 2006

Ich bin jetzt echt nicht die supertolle Taktikerin, ich kann nur recht gut Probleme erkennen und Lösungen finden, jedenfalls ins Sachen 'Spiele'. Beispielsweise gibt es in Guild Wars Nightfall eine Hauptmission, in der man drei riesige Geschütze und drei Tore verteidigen sowie zudem vier Level-28-Generäle plattmachen soll. Letztere kommen natürlich nicht allein, sondern haben gleich jeweils eine Mini-Armee im Schlepptau, bestehend aus diversen Level-24-Schurken verschiedenster Bauart und zig Level-16-Hanswürsten. Nun bin ich aber fies in der Unterzahl, denn in eine Party passen nur acht Charaktere. Was also tun, wenn man die Mission unbedingt alleine schaffen will, weil man keine Lust auf spinnerte echte Mitspieler hat, die sowieso nur dumm durch die Gegend rennen und nie das tun, was sie sollen? Einfach: Man packt sich keinen Bastel-Heiler (keinen Dunkoro, keine Tahlkora) ein, sondern nimmt die normalen zwei, die da so in den Siedlungen rumstehen (Mhenlo und Kihm). Und man packt sich zwei 'High Damage Dealer' und unbedingt den 'Master of Whispers' ein, den man komplett auf 'Death Magic' auslegt. Damit nämlich zaubert der gute Mann aus nahezu jedem gegnerischen Toten eine oder zwei Kreaturen, die zusätzlich an meiner Seite kämpfen und -- schwuppsdiwupps -- ist die Überzahl der Gegner gar nicht mehr so wahnsinnig überzahlig und die Generäle fallen schneller als Streichhölzer in einem Taifun. Haha!
verloren
Jeck aber: In den neuen, ziemlich taktischen 'Hero Battles', die mit Guild Wars Nightfall ins Spiel gekommen sind, gewinne ich ja tatsächlich nahezu auch immer, so etwa acht von zehn Kämpfe.
Man stelle sich das so vor: Zwei Teams, jeweils bestehend aus einem echten Spieler und drei NPC-Helden, kloppen sich entweder zehn Minuten lang oder bis eine Mannschaft 20 Punkte erreicht hat. Das auf einer Karte, auf der vier Schreine stehen, die alle irgendwelche Boni verteilen. Der 'Center Shrine' liefert einfach Gewinnpunkte, ein 'Health Shrine' schraubt logischerweise die Lebenspunkte nach oben. Ein 'Cultist's Shrine' spuckt einen weiteren NPC aus und der 'Siege Cannon Shrine' (mein Liebling) ballert regelmäßig Geschosse aufs gegnerische Team, die bis zu 100 Schadenspunkte verursachen. Und das einzige Mal, dass ich verloren habe bisher, obwohl ich den 'Siege Cannon Shrine' hielt, war gegen einen Spieler, der den 'Master of Whispers' dabei hatte, der komplett auf 'Death Magic' ausgelegt war. Aha! (Wahrscheinlich ganz sicher zu 100 Prozent vermutlich, weil mir ein zweiter Shutdown-Ranger fehlte. Dreck auch!)
(Wer übrigens nicht so recht weiß, wie er einen Charakter ideal zusammenbastelt, kann sich bei den Esoteric Warriors herrlichste Anregungen holen.)

Und jetzt ist hier mal Feierabend mit Guild Wars!

Samstag, November 04, 2006

Man soll ja Geschichten nicht mit aussagelosem Kappes wie 'Die Sonne schien hell ins Zimmer.' oder 'Der Tag begrüßte ihn mit freudigem Vogelgezwitscher.' oder 'Isabelle hatte goldbraunes Haar, das ihr wie ein Schleier über den Rücken fiel.' beginnen. Man soll ja Geschichten mit Sätzen beginnen, die neugierig machen. Mit so supertollen Sätzen, die gleich mal mindestens siebenund-zwanzig oder achtundfünfzig Fragen aufwerfen, die der Leser alle unbedingt noch vor Übertragungsbeginn des Länderspiels beantwortet haben will.
So ein Satz fällt mir blöderweise immer nur kurz vor dem Einschlafen ein. Und da steh’ ich sicher nicht mehr auf, um den aufzuschreiben. Da bin ich zickig. Soll der mir doch zu anderer Zeit einfallen, wenn er zu Papier gebracht werden will, der Arschsatz.

Donnerstag, November 02, 2006

Gestern also der erste Schnee. Kam mit einer bittersüßen Erinnerung. Okay. Würde mich gerne mal wieder verlieben. Aktuell jedoch niemand vorhanden, der das verdient hätte. Männer entweder bemackt oder verheiratet oder beides. Verschiebe das Verlieben auf 2007. Prokrastination mal anders. Morgen dafür dann unaufschiebbarer Reifenwechsel.


Und gestern an die 80 Platin für eine Elite-Rüstung ausgegeben. Wie schön soll es denn bitte noch werden? Herrje...