Sonntag, April 29, 2007

Mit was feiert man die Trennung von 26 zu großen Hosen?
Mit Chips und Schokolade!

(Eigentlich stand da zuerst 'Womit feiert man...', aber das Wörtchen 'womit' fand ich schon immer zum Kotzen, weil das 'wo' beim 'mit' in zehn von zehn Fällen überhaupt keine Rolle spielt, und außerdem finde ich kotzen hier reichlich unangebracht. )

Samstag, April 28, 2007

Die Freundinnen Karin und Nicole hatten mal den Tepui an der Ecke Gebrüder-Grimm-Straße und Schindluderweg gemietet, um eine große Kaffeetafel zu veranstalten, mussten dann aber absagen, weil Karin ihre Plateau-Schuhe nicht finden konnte.

Freitag, April 27, 2007

Das Anstrengendste am ganzen täglichen Posen ist sowieso immer, die Haltung dabei nicht zu verlieren.
Ich bin ja ein klein wenig wetterfühlig. Ich fühle mich etwa ein klein wenig scheiße, wenn ich bei strahlendem Sonnenschein den halben Nachmittag im Bett verbringe und lese.

Donnerstag, April 26, 2007

Meinetwegen darf ein Tag gerne mal länger in den frühen Morgen-stunden rumgammeln. Gerne würde ich mal länger mit ihm Kaffee trinkend in der Küchensonne sitzen, ihm ein bisschen Musik vorspielen und mit ihm ein bisschen seinen Rest planen. Und ihn dann lachend anstupsen und sagen: »Ach, Du kennst mich ja!«

Mittwoch, April 25, 2007

Sonne scheint von rechts, von links strahlt die Schreibtischlampe.
Ich in der goldenen Mitte.
(Von vorne dazu PeterLicht.)

Dienstag, April 24, 2007

"Die redaktionelle Unabhängigkeit galt bisher als wesentlicher Standpfeiler journalistischer Professionalität. Eine klare Trennung von redaktionellem Inhalt und Anzeigen ist in Ziffer 7 des Pressekodex geregelt. »Die Verantwortung der Presse gegenüber der Öffentlichkeit gebietet, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch private oder geschäftliche Interessen Dritter oder persönliche Interessen der Journalistinnen und Journalisten beeinflusst werden. Verleger und Redakteure wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken.« Solche Pressekodizes verweisen auf das Ideal einer vergangenen Zeit. Im Internet werden diese Regeln kaum mehr befolgt."

Range, Steffen; Schweins, Roland: Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet; wie das Web den Journalismus verändert; Gutachten im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung / - [Electronic ed.] - Berlin, 2007, S. 22 - 23

(Via Stefan Niggemeier. Und verdammt lesenswert!)

Montag, April 23, 2007

Am Samstag begegnete mir im Tengelmann eine zu Unrecht vergessene Jugendliebe. I'm sorry. (Lausiger Sound, großartiges Lied.) Finde es übrigens gar nicht tragisch, wenn ich zwischen Brot, Gemüse und allerlei seltsamen, aber leckeren Milchpro-dukten gute Musik höre. Lebensmittel sind Lebensmittel.
(Dazu noch erwähnenswert: Bei Tengelmann gibt's gerade 'Serenity'.)

Freitag, April 20, 2007

Irgendwas läuft doch entschieden falsch, wenn ich damit beginne, Menschen jenseits der Vierzig das Leben zu erklären.

(Andererseits scheint aber alles in bester Ordnung zu sein, habe ich mich doch jüngst erst dabei ertappt, kurz mit dem Gedanken zu spielen, das Bild eines Schauspielers auf meinen Desktop zu laden.)

Donnerstag, April 19, 2007

Nach etwa 1,5 durchgeschlafenen Tagen.
(Den ganzen RocketArena-3-Soundtrack gibt's noch immer hier.)

Samstag, April 14, 2007

Ersatzkonsum geht so: Man will unbedingt was haben, bekommt es aber nicht, also kauft man sich ersatzweise was anderes. Letzte Woche wollte ich unbedingt einen Schlauch für den Hinterreifen meines Mountain Bikes haben, bekam ihn nicht, also kaufte ich ein Buch. Das ist jetzt ein bisschen Unfug, weil ich natürlich, wenn ich den Schlauch unbedingt hätte haben wollen, einfach woanders hätte hinfahren können, wo ich den Schlauch bekommen hätte, aber ich fang doch eine Geschichte nicht mit 'Neulich kaufte ich mir ein Buch' an. Deswegen wanderte ich kurz an der Stelle Markt Schwabens entlang, wo bis neulich noch ziemlich sicher ein Radladen war (jetzt nicht mehr) und dachte: »Ach, Ersatzkonsum dann eben.« Also wanderte ich weiter zu diesem putzigen kleinen Buchladen, der gar nicht putzig, sondern nur klein und sonst recht gewöhnlich ist, aber Buchläden in dorfähnlichen Orten müssen putzig sein, und wenn sie es nicht sind, sollte man sich zumindest einreden, sie seien es.
Ich also rein in den putzigen kleinen Buchladen und stöberte ein wenig in den Regalen. Es gehört sich nämlich bitteschön, dass in putzigen Buchläden in den Regalen gestöbert wird, völlig egal, ob man nun ein bestimmtes Buch oder aber ein unbestimmtes oder gleich gar keins will. Ganz kurz war ich versucht, als ich des Autoren Namen las, mir endlich mal 'Ausweitung der Kampfzone' zuzulegen, war dann aber sehr froh, dass es nicht vorrätig war. Ich mach' mir doch nicht einen der besten Titel aller Zeiten kaputt, indem ich einfach das dazugehörige Buch lese.
Nach ausreichend Gestöbere hatte ich schließlich etwas entdeckt, das mir lesenswert erschien. Und zwar weniger durch den voll-mundigen Namen 'Der Umfang der Hölle' oder den generisch lobhudeligen Klappentext, sondern schlicht durch den Vermerk, dass 'Der Umfang der Hölle' mal, nämlich wohl 2005, den deutschen Krimipreis gewonnen hat. 'Krimipreis' schreiben die übrigens bei Piper 'Krimi Preis', und ich hab' keine Ahnung, wieso. Vielleicht ist das ein anderer Preis als der deutsche Krimipreis oder der deutsche Krimi-Preis. Aber gewirkt hat er jedenfalls, der Krimi Preis. Ich war ausreichend neugierig geworden, um 'Der Umfang der Hölle' zu erstehen und mit heim zu nehmen. Mit Haargummi im Haar und Buch in der Hand ließ ich mich auf der Fensterbank nieder und begann zu lesen. Ende.

Ach ja, ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass 'Der Umfang der Hölle' das mieseste Buch ist, das ich seit verflixt langer Zeit gelesen habe. Aber das war ja schon zu Beginn der Geschichte, spätestens aber bei Erwähnung des deutschen Krimi Preises klar.

Freitag, April 13, 2007

Die kleine neun-, Ende Mai dann zehnjährige Jennifer wird von ihren 21 Freundinnen (»Ich hab' jetzt 21 Freundinnen. Mit dir.«) Jenny genannt. Jenny hat zwei Brüder und eine Adoptivschwester aus Russland. Dazu gibt es noch eine Mutter, der Jenny ständig beteuert, sie würde deutlich jünger aussehen als 39 (was ich bestätigen kann) und einen Vater, der auf den Tag genau zehn Jahre älter ist als ich. Jenny geht demnächst aufs Gymnasium in Tutzing, da fährt sie dann morgens mit der Bahn hin. Toll findet sie, dass man da in den Pausen nicht auf dem Gelände bleiben muss, sondern im Sommer sogar schwimmen gehen darf. Und sie hat zwei Hunde, deren Namen ich vergessen habe. Aber einer ist ein Terrier, der andere wohl ein Mischling. Jenny mag die Ohren der Tiere. Und die Haare, die über die Augen hängen. Außerdem mag sie 'Germany's Next Topmodel' und Heidi Klum, was ich, nachdem ich ihr die Ilias (Jenny war mit ihrer Familie zum Sightseeing in Paris) und die Odyssee mit Mut zu großen Lücken und reichlich albernen Umschreibungen erzählen durfte, nicht mehr ganz so schlimm fand. Französisch findet sie doof, weil sie nicht weiß, wo Worte aufhören und anfangen, aber sie stimmt mir dahingehend zu, dass man allein schon deswegen Französisch lernen sollte, um das Personal von Air France vernünftig beschimpfen zu können.
Jenny wird vielleicht in ein paar Jahren damit beginnen, sich die Fußnägel zu lackieren und durch fehlende Kleidung um die Hüfte Blicke von Männern auf sich ziehen, die zweimal ihre Väter sein könnten, so wie die amerikanischen Kindfrauen, die auf dem Hinflug in meiner Nähe saßen. Vielleicht wird sie dann auch in Ecken lümmelnd aufgesetzte Langweile gegenüber allem zelebrieren -- mit Stöpseln in den Ohren. Aber gestern Abend auf dem mit über zwei Stunden verspäteten Flug nach München war sie noch die neugierigste, plapperigste, aufgeweckteste und reizendste Jenny, die man sich nur vorstellen kann. Wünsche mir ernsthaft, sie rettet das über die Arschlochkinderjahre.

Montag, April 09, 2007

300 ist übrigens ausgesprochen unerträglich.
Bilder und Musik hingegen sind die meiste Zeit okay.
(David Wenham aka Faramir aka Dilios hat alles, nur keine gute Erzählstimme.)

Samstag, April 07, 2007

Mein besonderer Dank geht dieser Tage an die wundervolle Arschhochkriegscheißaufdenmuskelkatermusik von Paul van Dyk.
(See you on the other side.)

Dienstag, April 03, 2007

Ob die Vegetarier Annegret, Kai-Uwe, Jens, Babette (die eigentlich Marta hieß) und Willi (der eigentlich Helmut hieß und auch kein Vegetarier war, sondern lediglich mit Annegret ficken wollte) jemals auf dem Gipfel ankommen, steht nicht in den Sternen, auch nicht auf einem anderen Blatt, schon gar nicht zur Debatte. Aber die Frage danach, die steht mir bis hier! Diese Frage, die immer auftaucht, wenn gerade Platz zwischen zwei Gedanken ist. »Hey, tippen wir die Geschichte mal fertig?« quengelt mein schreibendes Ich zwischen »Ich muss aufs Klo.« und »Die Welt braucht gar keine Gleich-, sondern lediglich Klarstellungsbeauftragte.« Wie das nervt! Deswegen nun die Antwort an mein schreibendes Ich, damit für eine Weile Ruhe ist: Wird! Fertig! Und jetzt: Fresse!

Montag, April 02, 2007

Wie zum Verrücktwerden toll ist es übrigens, dass ausgerechnet Stephen Fry in 'V for Vendetta' auf die Frage »Is everything a joke to you?« mit »Only the things that matter.« antworten darf?