Montag, Juli 30, 2007

Und danke auch an die ständig, an die auch bei dichter Wolken-decke, an die auch in Tunneln, an die auch in Geschäften, an die auch abends, an die gar nachts riesig Sonnenbebrillten, dass ich nicht in eure leeren Augen schauen muss.
Diese Geiferer, diese Künstlich-Aufreger, diese Besserwisser, diese Verächtlich-Herabschauenden, diese Medien-Watchblog-Spacko-nauten, die sich nicht zu schade sind, sich über eine komplett unwichtige Trottelmeldung in irgendeiner Märkisch-Oder-Gazette zu echauffieren, weil es bei ihnen nicht mal zu Katzencontent reicht, die sind übrigens keinen Deut besser als irgendwelche Frühpensonierte, die den ganzen Tag im Fenster hängen und darauf achten, ob der Nachbar auch richtig einparkt oder das Laub vom Gehweg kehrt. Und mittlerweile in etwa genau so zahlreich.

Donnerstag, Juli 26, 2007

Woanders dann endlich auch mal wieder neuer Content.

Dienstag, Juli 24, 2007

Mir mit meinen 33 Jahren noch immer so scheißegal wie eh und je: Was Menschen von mir denken, wenn ich gehend, hüpfend, fahrend Musik höre und mitsinge (größtenteils schief vermutlich).

Samstag, Juli 21, 2007

Dauernd will ich verstanden werden. Und wenn ich dann mal wirklich von jemandem verstanden werde, von dem ich unbedingt verstanden werden will, verstehe ich es nicht, weil ich zu sehr damit beschäftigt bin, verstanden werden zu wollen.
Und demnächst vielleicht einfach mal ganz früh aufstehen
und Rechner anmachen
und Boxen anmachen
und Seite aufrufen
und ein bisschen laden lassen müssen vielleicht
und nix sonst machen
und nicht klicken
und nicht scrollen
und nur zuhören dann,
und der Tag beginnt mit der Entdeckung einer Schönheit.

Donnerstag, Juli 19, 2007

Alternative Protzmethode, wenn es mit dem Wagen nicht mehr klappt, weil ja dank Leasing oder Finanzierung mittlerweile jeder Arsch einen auf dicke Karre machen kann oder weil -- noch schlimmer -- die Anzuprotzende das noch teurere Auto fährt: lässig Arm mit dicker Uhr (Minimum TAG Heuer) aus dem Fenster hängen.
Mir gestern erstmalig im Stau aufgefallen. Habe den Verdacht, das hätte mir echt schon vorher auffallen können. Zwei Möglichkeiten: degenerierte Wahrnehmung. Oder zu wenig Stau.

Und meine müden, ach so unglaublich müden Augen wollen noch wissen: Wo müssten sie und ich eigentlich hinziehen, damit sie mal Frauen mit kurzen und dunklen Haaren in Cabrios sehen dürfen?

Montag, Juli 16, 2007

Anlässlich eines Google-Referrers, dessen Suchanfrage »der letzte Satz des Schimmelreiters« lautete, hier nun ein kleines Die-korrekte-Antwort-ist-Quiz:
  1. »Herr Gott, nimm mich; verschon die andere!«
  2. »Es reicht, du olle Mähre, ich kauf' mir jetzt ein Auto.«
  3. »Hallo du geiler Schimmel, wenn ich nun so von hinten an dich ran...«
  4. »Am andern Morgen, beim goldensten Sonnenlichte, das über einer weiten Verwüstung aufgegangen war, ritt ich über den Hauke-Haien-Deich zur Stadt hinunter.«
(Kleiner Tipp: Nur eine Antwort ist richtig, eine zweite ließe sich noch mit gutem Willen als so-lala-richtig argumentieren. Übrigens: Wer meint, die Lösung zu wissen, möge sie sich aufs Kopfkissen sticken oder in 20 Meter großen Lettern an die Wand des örtlichen Supermarkts pinseln. Auf keinen Fall möge er sie mir per Mail zuschicken. Mir ist sie nämlich bereits bekannt.)

Sonntag, Juli 15, 2007

Wie konnte ich nur? Ach, du liebes Lieschen, wie konnte ich denn für mehrere Jahre -- sicherlich etwa zwölf, vielleicht mehr -- eines der besten Alben vergessen, die in den Achtzigern unverdienter-maßen kaum bis absolut keine Beachtung fanden? Platz 7 in Österreich und der Schweiz sowie Platz 8 in Norwegen ist ungefähr so wie Platz 101 in Somalia. Letzteres ist übrigens ein Land, von dem ich annehme, dass es sowas wie Charts gar nicht hat und dass die einzige Chart-Verbindung Somalias über die DVD eines (Anti-)Kriegsfilms herstellbar ist.
Liverpool von Frankie Goes to Hollywood jedenfalls bringt das Kunststück fertig (bis auf 'Rage Hard' und 'Kill the Pain'), in meinen wirklich sehr an aktuelle Musik gewöhnten Ohren noch immer nicht alt zu klingen. Das ist umso beachtlicher, da ich ja der Meinung bin, dass das meiste mir bekannte aus den Achtzigern sechsunddreißigtrilliardenmal älter klingt als vieles mir bekannte aus den Siebzigern. Mindestens.

Es kann natürlich auch einfach nur daran liegen, dass ich Liver-pool oft hörte, wenn ich mit Lutz im Menschenleeren laufen war. Häufig schneller als angedacht, denn ich ließ ihn zumeist -- obwohl ich es besser wusste -- verbotenerweise von der Leine. 1a-Jagdhund und Sturkopp, der er war, reagierte er in acht von zehn Fällen lieber auf das Rascheln im Gebüsch als auf meine Stimme. Weg war er. Was blieb mir anderes übrig als hinterher zu jagen? Und ganz ohne Jux: Der Effekt, wenn man einen Waldhang runterhetzt, dabei über Ilex, Äste, ganze Baumstämme und Mulden springt, nicht mehr denkt, nur noch sieht und reagiert und dabei 'Lunar Bay' oder 'Maximum Joy' hört, ist in etwa die zehn-fache Potenzierung des Effekts, der sich einstellt, wenn man einen schnellen Shooter (Quake 3, klar) spielt und dabei 'Star Guitar' von den Chemical Brothers hört. Nun fehlen mir zwar Hund und damit Hangrunterhetzgrund, aber die Musik ist noch immer super.

Samstag, Juli 14, 2007

Ist ja nicht so, dass das Thema kein Thema bei mir wäre. Ist eigentlich ein Dauerthema. Und es geht mir aber sowas von dodal auf die Nerven, dass ich es nach Möglichkeit meide wie der Teufel das Weihwasser oder wie -- zeitgeistiger gesprochen -- Schäuble den gesunden Menschenverstand. Doch jüngst hatte ich eine der bestimmt besten Ideen, die ich je im Thema-Einzugsgebiet hatte. Nachdem ich schon einige wahrlich dumme Ideen hatte. Flugzeugabsturz war eine davon. Flugzeugabsturz auf einsamer Insel. Aber a-tens passiert das ohnehin nur in vermutlich völlig überschätzten und hirnrissigen Serien und b-tens wäre bei meinem Glück das dämliche Flugzeug noch so weit intakt, dass mir der blöde Duty-Free-Verkauf beziehungsweise Teile der dort feilgebotenen Waren einen Strich durch die Rechnung machen würden. Damit zurück zu einer der bestimmt besten Ideen, die ich je hatte. Die mit einem Nieser kam, weil Bayern nach sieben Jahren schlicht nicht mehr wirkt. Sprich: Der Heuschnupfen ist wieder da. Und was tut man gegen Heuschnupfen? Entweder nix (optional mit Jammerei) oder man pustete sich Zeugs in die Nase oder man lässt sich Spritzen geben. Hyposensibilisierung also, allgemein auch Desensibilisierung genannt. Funktioniert. Müsste doch dann auch anders herum gehen. Womit ich dann auch wirklich bei einer der bestimmt besten Ideen angelangt wäre, die ich je im Rahmen dieses Themas hatte: Es müsste doch eigentlich gehen, sich gezielt eine Allergie spritzen zu lassen. Ich hätte zu gerne eine gegen Nikotin. Mit ganz fiesem, eitrigem Pustel-Aus-schlag. Und wo ich so darüber nachdenke, hätte ich vielleicht auch noch gerne eine gegen Schokolade. Und eine gegen Müßiggang. Und eine gegen diesen einen, diesen ganz bestimmten Männertyp. Und eine gegen Entscheidungsangst. Vielleicht rundum eine gegen Schwäche? Aber dann könnte ich mir auch gleich eine Allergie gegen das Leben spritzen lassen. Also okay, eine gegen Nikotin würde für den Beginn reichen. Und eine gegen Schokolade.
(Diese Niederschrift einer Idee wurde Ihnen von Gauloises Blondes präsentiert.)

Donnerstag, Juli 12, 2007

Just in diesen Minuten -- das muss ich fix loswerden, weil es echt zu gut ist -- hält hier im Verlagsgebäude (ja, ich noch im Büro) ein gewisser Herr Sven Plöger (Meteorologe und TV-Moderator) im Rahmen der so genannten Parkstadtgespräche einen Vortrag mit dem Titel »Wohin steuern wir unsere Wetterküche?«. Argh!
Hahaha! Also wirklich! Hahaha, diese Tests! Diese Tests, die, wir wissen es alle, nur dazu dienen, Prokrastinationsminuten zu füllen, oh Mann! Also soeben klicke ich mich durch Tickles (nach eigener Angabe das weltweit führende Testportal, hahaha) 'Welches Sternzeichen passt zu Ihnen?'-Fragebogen, statt XYZ zu schreiben und erhalte den Wassermann als Ergebnis. Der soll, das lass ich mir ja noch gefallen, ein guter Redner und unabhängiger Denker sein. Mehr noch, soll es sich beim Wassermann gar um einen progressiven Intellektuellen mit dem Hauch eines Analytikers handeln. Und Menschenfreund sei er. Wunderbar. Gekauft! Denke ich, und dann haut Tickle noch ein paar berühmte Wassermänner hinterher, sozusagen als Anschauungsmaterial: Roosevelt, Bob Marley sowie Michael Jordan, Robbie Williams und Dieter Bohlen. Ich müsste dann jetzt auch mit XYZ weitermachen.

Dienstag, Juli 10, 2007

Und wie krank müssen eigentlich erst diejenigen im Kopf sein, die aktuell gar nicht im Verdacht stehen, krank im Kopf zu sein, wenn sie diese kranken Kopfgeburten mal wieder nur zerreden, statt endlich was dagegen zu unternehmen? Könnt ich mich aufregen!

Sonntag, Juli 08, 2007

Achtung! In diesem Eintrag sind mehrere Links versteckt, die zu besonders witzigen Cartoons auf Nichtlustig.de führen.
(Ein Link ist jedoch schmutzige Eigenwerbung.)

Donnerstag, Juli 05, 2007

Wie ich mit dem Herrn Trentemøller bekannt wurde, ist eine kurze, aber nette Geschichte. Die geht so: Der Mensch, der es versteht, auch aus lausigsten Artworks zumeist ganz adrette Covers für das Magazinchen zu zaubern, bei dem ich mein täglich Brot verdiene, also der Mensch saß eines Abends an den eher so mäßigen Motiven, mit denen man uns für die Titelgeschichte zu Stalker versorgt hatte. Ich möchte die 'mäßigen Motive' schnell erklären: Natürlich waren die Artworks super, aber nicht unbe-dingt geeignet für's Cover, weil Held und Waffe und Landschaft irgendwie nicht so recht auf den begrenzten Platz passen wollten. Naja, jedenfalls beim Betrachten des Titelhelden samt Waffe und Landschaft drumherum (Ratten gab's auch, wenn ich nicht irre) und beim Rumschieben und Machen und Tun, dachte der Mensch plötzlich an Musik. Die er uns sogleich schickte -- mit dem Vermerk, dass er gar nicht anders konnte, als bei den Bildern an genau diese Musik zu denken. Und ich, die gleich nach erstem Hören schon absolut verstand, warum, weshalb und wieso, verstehe es jetzt nach Anschauen des schlichten Promovideos zu Herrn Trentemøllers 'Evil Dub' noch absoluter.


(Albumversion ist 6:10 Minuten lang.)

Dienstag, Juli 03, 2007


Zugegeben, er ist etwas unspektakulär in Szene gesetzt, der Grund für erneute Mitgliedschaft in einer Auf-der-Straße-grüß-Gruppe und ganz dezentes Popoweh, der Grund für meine Grummeleien über das aktuelle Wetter und über die Überdehnung der linken Halsmuskulatur, die ich mir vorvorgesterntags im Auto zuzog und die ich heute früh mit 'Finalgon extra stark' behandelte, eine Salbe, von der ich behaupte, dass man mit ihr foltern könnte, wöllte man nur, aber unspektakulär hin oder her, denn wisst ihr, es is ja so: No surface shines brighter than the light that burns beneath it.

Und als Bonus die Bildunterschrift für Spiegel-Leser: Rennrad.

Montag, Juli 02, 2007

Neulich dann endgültig den Plan aufgegeben, in meiner knapp bemessenen Freizeit Wackersteine, Gullideckel oder Blumentöpfe (große) von Autobahnbrücken zu werfen. Erstens kommt man heutzutage gar nicht mehr so einfach an echte Wackersteine ran und zweitens treff' ich ja sowieso immer die falschen Menschen.