Mittwoch, November 28, 2007

Yeah! I'm the mighty Scheinwerferbirne-an-Peugeot-206-ohne-Ausbau-von-irgendwas-bis-auf-Abdeckung-und-kaputte-Birne-und-ohne-Schrammen-an-den-Händen-wechsel-Queen.

(Es sind doch noch immer die kleinen Dinge im Leben...)

Freitag, November 23, 2007

Ich kenne ihn zwar nicht, ich weiß lediglich, dass er Matthias heißt und hier liest. Aber heute liebe ich ihn. Ich liebe ihn heute, weil er mich an etwas erinnerte, an das man mich eigentlich nicht hätte erinnern dürfen/sollen/können -- wäre ich nicht ich, die ich selbst die Geburtstage der mir wichtigsten Menschen dauernd vergesse. Er erinnerte mich an Oblivion With Bells. Danke, danke, danke!


(Und wie wundervoll: Der erste Song des Albums funktioniert auf der Stelle. Weil sich Underworld wie Underworld anhören und weil sie mal wieder das anschlagen, was sie schon immer angeschlagen haben: All these things in me, all these things in me.)

Donnerstag, November 22, 2007

Die Designer von BMW sind doof. Der X6 hätte zweifelsohne eines der coolsten Autos ever werden können. Und dann entscheidet man sich für die ödeste aller möglichen Frontpartien.

Und wo ich gerade bei »doof« bin: Gleich zweifach doof ist es, wenn ein Mann alle naselang als »Deutschlandchef von Icksüp-silonzett« bezeichnet wird. A-tens wegen der komplett hirnlosen Begrifflichkeit, b-tens wegen der Tatsache, dass der Betreffende ja dauernd überall ist, nur eben nicht in Deutschland. Grrrrr!

Samstag, November 17, 2007

Glaube mittlerweile fest daran, dass man aus Kälte und Schnee und Musik eine Art Zeitmaschine bauen kann. Denn immer, wenn ich bei Kälte und Schnee »Out Of Control« von den Chemical Brothers höre, sitze ich in einem Flugzeug über dem Atlantik neben einem pennenden sowie sabbernden Franzosen, starre auf die Wolkendecke und habe Bauchschmerzen vor Zorn.

Freitag, November 16, 2007

Ich lese gerade »Der Schrecksenmeister« -- und es langweilt mich. Es langweilt mich so sehr, dass ich bereits seit Wochen auf den ersten 150 Seiten rumgammel. Das ist ganz schön bitter, weil ich finde, dass mich ein Moers-Buch nicht langweilen sollte. Aber Mensch Meier, lasst es mich so formulieren: Gletscher kalben schneller, als Moers in »Der Schrecksenmeister« zu Potte kommt. Vielleicht liegt es daran, dass die Idee, ein deutlich kürzeres Original auf Mitteldickbuchgröße aufzublasen, nicht die beste war, die der Autor jemals hatte. Ach, was weiß denn ich?! Jedenfalls ist es öde.
Nur an einer Stelle war es das bisher nicht. Da war es aufregend! Will meinen, es hat mich aufgeregt. Oh, wie mich das aufgeregt hat! Diese Passage, in der Moers den Schrecksenmeister gedanklich darüber referieren lässt, warum ja K(r)atzen gerade im Vergleich zu Hunden so viel doller sind. Ich zitiere:
Eine Kratze [aber] würde einen tagelang von oben herab behandeln, auch wenn man ihr nur aus Versehen auf den Schwanz getreten war. Vor einer Kratze hatte man keine Angst, aber Respekt. Vor einem Hund konnte man Furcht empfinden, aber niemals Hochachtung.
Argh! Also bitte! Ich kann es ja bis zu einem gewissen Punkt verstehen, dass gerade Männer ständig versuchen, über die Katzen-versus-Hundenummer ihre eigene Individualität zu betonen (inklusive Verweis darauf, dass Mann eine Katzenfrau bevorzuge, logisch). Aber muss mich denn sogar ein Walter Moers mit dieser ausgelutschten Denke belästigen?

Abschließend noch: Man kann sehr wohl vor Hunden Hochach-tung empfinden. Dazu benötigt man allerdings dringend zwei Dinge: einen tollen Hund, vor allem aber eine weniger prätentiöse sowie eingeschränkte Sicht auf die Welt.

Freitag, November 09, 2007

Sonntag, November 04, 2007

»What I found interesting was that some strange women find Louis fancy-able.« - Paul Daniels, magician
»You don't say!« - Petra Maria Schmitz, strange woman

Ich stieß neulich über das Blog von Stefan Niggemeier erstmalig auf Louis Theroux, der zunächst mal nur Fernsehjournalist ist. Dazu ist er aber der wahrscheinlich beste Fernsehjournalist, den ich je gesehen habe. Sein größtes Talent: da zu sein. Anschauen!

Freitag, November 02, 2007


Gestern war Allerheiligen, folglich ist heute was? Genau! Brückentag.

Donnerstag, November 01, 2007

Ich hätte Tausende -- nun ja, zumindest sehr viele -- gewitztere Möglichkeiten für den Beginn dieses Textes, statt zu schreiben, dass ich Tausende -- nun ja, zumindest sehr viele -- gewitztere Möglichkeiten für den Beginn dieses Textes hätte. Ich könnte beispielsweise damit einsteigen, dass der Mann allein deswegen schon bemerkenswert ist, weil er Zahnseide in seinem Bücherregal stehen hat, in dem er auch von T.C. Boyle gewidmete Bücher stehen hat. Okay, Fakt ist, er hat ein Buch mit Widmung von T.C. Boyle in seinem Bücherregal stehen. Und eines mit Widmung von Julian Barnes. Und noch eines mit Widmung von Habich Vergessen. Ich könnte ebenso damit beginnen, dass wir ein riesiges Problem bekämen, wären wir die einzigen verbliebenen Menschen auf diesem Planeten und es gäbe nur noch eine einzige Flasche dieser einen bestimmten Körperlotion. Und dass in ferner Zukunft dann wahrscheinlich außerirdische Besucher krakelige Aufzeichnungen über das Jetzt-aber-mal-wirklich-Ende fänden, nämlich über den Körperlotionkrieg von 2025 oder so. Denn wir nutzen die gleiche. Eine Alternative wäre noch der Zahnpastakrieg von 2025. Denn wir nutzen die gleiche. Oder ich könnte damit beginnen, dass ich froh bin, ihn schon letztes Wochenende besucht zu haben, weil meine Unterlippe dank Herpes und Behandlung aktuell ausschaut, als hätte sie drei Tage in der Sahara gelegen. Sie ist also nicht knutschtauglich. Wir haben zwar gar nicht geknutscht, aber wir hätten ja können. Und optionales Knutschen durch eine Sahara-Unterlippe zu entoptionalen -- das hätte mich nicht glücklich gemacht. Was auch ginge, wäre schlicht zu erzählen, dass er ein geradezu widerlich schlauer, einfühlsamer und witziger Mensch ist. Und dass er in einem Fluss schlauer, einfühlsamer und witziger Bemerkungen wunderbar entspannende Gedankenpausen einlegen kann. So Komm-lass-mal-kurz-da-unter-der-Weide-anlegen-und-am-Gras-riechen-Gedankenpausen. Noch eine Möglichkeit wäre, sich einleitend darüber zu echauffieren, dass der Arsch sein Blog derzeit quasi willentlich verkümmern lässt und dass er folglich wahrscheinlich nicht mal im Traum daran denkt, Lobhudeliges über mich dort zum Besten zu geben und dass mein Besuch insofern ja eigentlich vollkommen sinnlos gewesen sei. Doch ich lüge nur in Notsituationen oder wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung verträglich aufgeht.
Der simpelste Einstieg in den Text wäre übrigens dieser: Der Herr Melville ist großartig. Und übrigens: Das reicht auch schon.