Freitag, März 27, 2009

Don't make me go back

Ich bin neulich mal in Heathrow, ich erwähnte es weiter unten bereits ansatzweise, beim Warten auf die Neunzehnvierzigma-schine (das darf ich schreiben, ich hab schon oft genug auf die gewartet) an einer großen Liebe vorbeigegangen. Zunächst. Dann -- ich hatte schon die Hand voll mit Cloverfield, Essex Boys, 3:10 to Yuma und There Will Be Blood und stand an der Kasse -- fiel mein Blick auf die Sonderangebote des kleinen HMVs von Terminal 5. Und da war sie, die Box. Einem Impuls folgend, ohne großes Nachdenken, nur mit dem Echo des Gedankens im Kopf, dass ich mich früher wohl mal gefragt habe, was es mit der Serie um diese seltsame Gestalt auf sich hat, griff ich zu und kaufte die erste Staffel der neuen Doctor Who-Serie. Was für ein Glück! Mittlerweile habe ich die zweite, die dritte und die vierte Staffel gesehen. Habe gelacht, habe geweint, habe manches nicht fassen können, war zuweilen so euphorisch, als hätte ich gerade selber die Welt ... ach was rede ich, das Universum! Als hätte ich selber das Universum gerettet!



Eine Serie so voller Abwechslung, so voller Witz, so voller Elan, so voller großer großer und großer kleiner Momente -- gewürzt mit einer immer präsenten eigentümlichen Bitterkeit. Die ihren Ursprung in Titelheld, den Begleitern, nach ein paar Folgen aber vor allem im Zuschauer selber hat. Weil er stets unterschwellig genau das denkt, was die großartige Donna am Ende der vierten Staffel in Worte fasst: »Oh, my, I can't go back. Don't make me go back. Doctor, please! Please don't make me go back.«

Freitag, März 20, 2009

Wenn Zack Snyder mit seinen Watchmen zeigen wollte, wie unglaublich langweilig eine nahezu drei Stunden dauernde Comic-verfilmung sein kann, dann ist ihm das zweifelsfrei gelungen.

Sonntag, März 08, 2009

I'm The Doctor, by the way

»Do you wanna come with me? 'Cause if you do then I should warn you, you're gonna see all sorts of things. Ghosts from the past. Aliens from the future. The day the Earth died in a ball of flame. It won't be quiet, it won't be safe, and it won't be calm. But I'll tell you what it will be: The trip of a lifetime!«

Ja, die Effekte sind unter aller Sau. Ja, das Design der Monster gehört vom internationalen Tribunal für Monsterdesign-Verbrechen mit der Höchststrafe geahndet. Ja, die Titelmusik zieht jedem Menschen mit Minimal-Musikgeschmack die Löcher in den Ohren zusammen. Falls da keine sind, ersatzweise die in den Socken. Ja, beim TARDIS-Sound handelt es sich um die jämmerlichen Geräusche einer altersschwachen Spülmaschine voller verkrusteter Teller und Töpfe -- vom Toningenieur-Azubi an einem regnerischen Tag in der BBC-Kantine aufgenommen. Ja, das Scifi-Technikgedöns erinnert an das, was grobmotorische Kinder mit Wurstfingern und geringer Frustschwelle im Bastelunterricht der dritten Klasse heulend an die Wand werfen. Ja, ja und abermals ja. Trotzdem habe ich akut mein Herz an Doctor Who (neuerer Bauart, also Start 2005) verloren. Weil die Geschichten so fantastisch abgedreht sind. Weil viel gelacht wird, selbst in den ausweglosesten Situationen. Weil die Hauptcharaktere, allen voran der Doktor und Rose, so herzerwärmend miteinander umgehen. Einfach so.



Hab' mir die erste Staffel neulich in Heathrow gekauft. Hätt' ich mal nicht machen sollen, nun muss ich auch die folgenden haben. Selbst wenn ich ganz sicher zunächst Ohren und Nase von Christopher Eccleston (neunter Doktor seit 1963) vermissen werde und bei Nummer 10 in den ersten Folgen sicher ständig an Barty Crouch Junior denken muss. Vielleicht aber auch nicht.

Samstag, März 07, 2009

Back to Live*



Gut, gut, an der Genauigkeit könnte ich noch arbeiten. Aber gewonnen ist gewonnen. Oh mein Gott, es ist (nach wie vor) fantastisch! Wer es damals verpasst hat, weil er zu jung war: nachholen! Wer es damals verpasst hat, weil er keine Kohle hatte: nachholen! Wer es damals verpasst hat, weil er es einfach verpasst hat: nachholen! Wer es damals verpasst hat, weil er lieber UT spielte: ... erm, weiter UT spielen, euch ist nicht zu helfen!

*Typo intended.