Freitag, Mai 29, 2009

The Cryptic Canvas


Zu seinem 20. Geburtstag hat das US-Magazin Empire ein feines Bilderrätsel für Menschen mit zu viel Zeit und Filmwissen veröffentlicht. Im Gemälde sind 50 Filme mehr oder minder gut versteckt. Einfach Figur oder Gegenstand anklicken, Originalname eingeben und Enter drücken. Vieles ist simpel, wie etwa der von mir schon verratene »Iron Man« (Screenshot per Klick darauf vergrößern) oder das »Million Dollar Baby« darüber, anderes allerdings gestaltet sich schon ein bisschen kniffliger. Wie auch immer, großer Spaß auf jeden Fall.

Donnerstag, Mai 28, 2009

Nothing but the ...

Quelle: Despair.com

Mittwoch, Mai 27, 2009

Fragment (2)

Der Bandit Bramar war in seinem Land gefürchtet wie kein zweiter. Nicht, weil er ein besonders grausamer Bandit war, nicht im üblichen Sinn. Regte sich bei einem Überfall auch nur der geringste Widerstand, ein leicht aufmüpfiger Blick reichte schon (und es gab immer einen aufmüpfigen Blick), dann begann er so herzer-weichend zu jammern, dass jeder lieber sein gesamtes Hab und Gut an ihn aushändigte, als länger seinem Klagen zuhören zu müssen. Bramar war der reichste Bandit weit und breit. Aber er war auch der einsamste. Die anderen seiner Zunft verachteten ihn. Doch jeder für sich beneidete Bramar um seinen Wohlstand, um die teuren Kleider, die er trug, um das stets üppige Essen, das auf seinem Tisch stand. Viele hatten sich auch schon mindestens einmal am Jammern probiert; allesamt erfolglos. Bramars Jammern war von einer ganz besonderen Art. Und nur der Bandit Truculento hätte sagen können, warum das so war, denn er war Bramars Bruder.
Truculento lebte in einem anderen Land und er überfiel andere Leute; ähnlich erfolgreich wie Bramar, nur ohne Gejammere. Truculento war hart und gnadenlos. Er wollte immer das Kostbarste. »Gib mir deinen kostbarsten Besitz!« forderte er bei seinen Überfällen. Präsentierte man ihm darauf sogleich etwas enorm Wertvolles, wusste er, dass man ihn betrügen wollte. »Das ist nicht dein kostbarster Besitz!« entgegnete er dann, zerstörte das, was man ihm geboten hatte und wiederholte sein Begehr, meistens mit schmerzhaftem Nachdruck. Truculento hatte schon viele umgebracht, weil sie ihm nicht ihr Kostbarstes gegeben hatten. Und er hatte mindestens genau so viele umgebracht, weil sie ihm genau das gegeben hatten: ihr Leben. Üblicherweise aber waren es Juwelen, Gemälde, Statuen oder edle Tiere, die er fortschleppte. Manchmal auch Männer, Frauen, Töchter, Söhne, Mütter, Väter. Er verkaufte alles und alle ...

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Dienstag, Mai 26, 2009

Ich steh nicht gern im Stau, in der Beziehung bin ich ein ganz normaler Mensch. Aber gerade auf dem Weg heim fand ich den Stau schlicht großartig. Denn ohne ihn hätte ich keine Zeit gehabt, die Staubwolke zu sehen, die sich von links aus dem Frankfurter Ring auf die Kreuzung vor mir drückte. Oder die Bäume, wie sie mit Blättern und Ästen nach den Autos warfen. Oder das unfassbare Spektakel über mir. Wolken, so finster wie der jüngste Tag, rollten, ja rollten dort oben herum und pflügten den Himmel. Als dann der Sturm von jetzt auf gleich Regentropfen dick wie Fingerkuppen waagerecht gegen meinen Wagen schleuderte (inklusive Temperatursturz von 28 auf 13 Grad) und das Wasser mir die Sicht nahm, hatte ich den Stau hinter mir gelassen. Prima Timing.

Sonntag, Mai 24, 2009

Wir kriegen euch alle!

Meine Mutter macht gerade erstmalig die Phase durch, die alle passionierten Spieler schon mal durchgemacht haben und je nach Spiel und Hingabe-Level immer wieder durchmachen: Sie sitzt bis tief in die Nacht da und kann sich nicht losreißen.
Zu Weihnachten bekam sie einen DS zusammen mit, klar, Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Das hat ihr schon große Freude bereitet, aber das Ausschalten des Nintendo-Dings fiel ihr nicht schwer. Zum Geburtstag Anfang März bekam sie dann Dr. Kawashima: Mehr Gehirnjogging. Auch das machte ihr Freude, aber Ausschalten war nach wie vor kein Problem -- bis sie dann irgendwann mal diese drei Fragezeichen ganz unten in der Aufgabenleiste anklickte, obwohl ein Fragezeichen bei den Spielen ja eigentlich für noch freizuschaltende Inhalte steht. Aber es ging irgendwie nicht weiter, also ...
Vor etwa drei Wochen Mutter-Tochter-Telefonat, hier arg gestrafft:
TOCHTER: Na, alles gut?
MUTTER: Nein!
TOCHTER (leicht entsetzt): Was ist los?
MUTTER: Ich hab' beim zweiten Gehirnjogging auf diese drei Fragezeichen geklickt. Und da war die Bazillenjagd.
TOCHTER: Bazillenjagd?
MUTTER erklärt.
TOCHTER: Ah, ein Match-3-Spiel.
MUTTER (aufgebracht): Was auch immer das ist, es ist schlimm. Ich sitze manchmal bis halb zwei nachts in der Küche. Ach komm, eine Partie noch, denke ich immer. Dann ist es etwa zwölf. Und dann guck' ich das nächste Mal auf die Uhr und dann ist es halb zwei!
TOCHTER (lacht): Aha!
MUTTER: Lach nicht! Das ist doch nicht normal!
TOCHTER: Doch, das ist es. Sehr sogar.
MUTTER: Naja, ich weiß nicht.
TOCHTER: Aber ich weiß. Und ich weiß sogar noch mehr.
Ich wusste nämlich das perfekte Geschenk zum Muttertag. Ein ordentliches Match-3-Spiel. Mit ordentlicher Grafik. Mit mehr Abwechslung. Amazon brachte ihr Jewel Master: Cradle of Rome.
Neulich dann wieder Telefon:
MUTTER: Aaaaargh!
TOCHTER: Gefällt also?
MUTTER: Schrecklich! Hab' schon bis drei Uhr nachts davor gesessen. Und selbst da musste ich mich zwingen, das Ding auszumachen.
TOCHTER: Herrlich!
MUTTER: Was soll daran herrlich sein?
TOCHTER: Na, dass es dich auf deine alten Tage auch noch gepackt hat.
Auf ihre alten Tage! Meine Mutter geht nämlich stramm auf die 70 zu. Und wenn ich sie in ein paar Wochen besuche, dann weihe ich sie in die Geheimnisse der Adventures ein, mit -- sehr passend -- Geheimakte Tunguska. Das lag nämlich auch noch im Amazon-Paket. Hahahahahahahahahahahahahahaha ...

Samstag, Mai 23, 2009

Haare aus der Hölle


Zotteln! Und nein, ich meine weder den Glatzenpeer noch das Wolverine-Look-Alike auf dem Startbild. Ich meine die Zotteln ab 1:54. Bis 11:12. Dabei war ich nur wenige Minuten vor dem Take noch glättend mit 'ner Bürste durch gegangen. Und sah in der Tat manierlich aus. Zumindest behauptete der Spiegel das.
Hat jemand ein probates Mittel, derartige Keratin-Geschwüre in den Griff zu bekommen? Abschneiden ist übrigens kein zulässiger Vorschlag.

(Ist übrigens nur ein vorgeschobener wie müder Grund, das Video hier posten zu können. Will lediglich die ehemaligen Mitglieder meiner Gilde, die sich ab und zu hierher, aber nicht auf GameStar.de verirren, darauf aufmerksam machen, dass man mal wieder könnte. Gemeinsam. Bald. In die Länder der Toten.)

Freitag, Mai 15, 2009

Fragment (1)

Draußen hatte die Sonne die Welt längst verbrannt. Es gab nur Sand, Gestein und Hitze. Die wenigen, die sich hinaus wagten, waren für eine Weile fasziniert davon, dann erschrocken und dann voller Angst. Man verschwand im Regelfall schnell wieder ins Innere der Kuppel. Die Kuppel, die Existenz ermöglichte. Leben hingegen war darin nur noch eine Erinnerung, die sich in Erinnerungen an Erinnerungen versteckte.
Lange hatte man geredet, Konferenzen abgehalten und Verträge aufgesetzt, in einer Zeit, da noch Zeit gewesen war. Schließlich war die Zeit verschwunden, die Hitze war gekommen und hatte Stürme und das Wasser mitgebracht, alt und zornig. Sie rissen den Boden fort, sie rissen die Bäume fort, sie rissen Häuser und Städte fort. Die Menschen rückten fern der neuen Küsten enger zusammen. Die wenigen noch übrigen Wälder, schon über Jahrhunderte im Siechtum, gingen in Flammen auf oder verdorrten.
Als sich auch die letzten grünen Flecken auf den Landkarten hellbraun zu färben begannen, wurde wieder geredet, wieder wurden Konferenzen abgehalten und abermals wurden Verträge aufgesetzt. Und dann begann man mit dem Bau der Kuppeln …
(inspired by)

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Montag, Mai 11, 2009







Oh, ich weiß nicht, wem ich dafür danken soll, dass es die BBC gibt. Gerade North & South zu Ende geschaut. Sitze hier und heule wie ein Schlosshund.

Donnerstag, Mai 07, 2009

Hier der Beweis, ...

... dass Rot einfach nicht meine Farbe ist, auch wenn die beste Freundin A. was anderes behauptet:


Original. Left 4 Dead. Von Valve.


Originaler. Heft 4 Dead*. Von GameStar.

*[Werbung] Die 48. und somit aktuelle Folge der oft brillanten Comedy-Serie »Die Redaktion«, zu finden auf DVD oder, sofern man ein Premium-Abo hat, auf der GameStar-Website. [/Werbung]