Freitag, Juli 31, 2009

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Crysis war/ist/wird niemals nicht mein Spiel. Aus vielerlei Gründen. Vor allem aber wegen der polierten Langeweile. Egal, das sind 26 MB unfassbare Großartigkeit.
(Das und mehr gibt's hier.)

Sonntag, Juli 26, 2009

Mal 'n Gedicht

So mancher Dichter dichtet kaum,
Stattdessen lässt er Sachen offen.
Will schaffen einen Blütentraum.
Er macht es rotzbesoffen.
Ob Knabenmorgen, Mädchenabend,
schreibt er, beseelt am Wein sich labend
Weil doch in vino veritas,
Das weiß man selbst in Caracas.
Und Caracas, das steht hier nur,
Da sonst kein Reim mir scheint so pur.
Ach doch, es ging' noch vanitas,
Nun ist's zu spät, ich lasse das.

Samstag, Juli 25, 2009

Oh Danny Boy!


Gerade auf der Bike Expo: Danny MacAskill. Gottchen, wie super!

Sonntag, Juli 19, 2009

Fragment (3)

Was ja immer wieder vergessen wird bei diesen Fantasy-Geschichten, in denen Menschen in andere Welten wechseln, ist die Sache mit der Hygiene. In der Regel sind diese Wechselwelten nämlich von mittelalterlicher Bauart, in denen niemand etwas mit Begriffen wie Wasserklo, Toilettenpapier und Duschen anfangen kann. Zahnbürsten und Zahnpasta? Fehlanzeige! Apropos »Regel«: Vom Problem der Menstruation will ich erst gar nicht anfangen. Aber lassen sie sich das gesagt sein: Als jemand, der an tägliche Ganzkörperbebrausung, mehrfaches Beißergeschrubbe gewöhnt ist, als jemand, der Deos sowie frische Wäsche gewöhnt ist und als jemand, der bei Bedarf zu kleinen, saugfähigen Wattedingerchen greifen kann, ist so ein Weltenwechsel wirklich eine Zumutung.
Ich kann übrigens von Glück sagen, dass ich, als es passierte, leichte Kleidung und kein Schneeanzug mitsamt schweren Skistiefeln trug, andernfalls wäre ich aktuell kaum in der Lage, diese Worte zu schreiben und im Folgenden auch vom Hygiene-Horror zu berichten. Ich wäre nämlich wahrscheinlich tot. Ersoffen. Am Grunde dieses vermaledeiten Sees. Doch von vorne:

Sommer. Kein spektakulärer. Nichts deutete auf irgendwas hin. Es gab keine Zeichen am Himmel, der Wind wehte nicht Unheil verheißend durch die Straßen, Hunde bellten mich nicht mehr an als sonst und überhaupt war es alles in allem sehr, sehr langweilig. Ich hielt die Menschheit immer mal wieder tageweise für eine saudoofe Idee. Das ist etwas, das mir auch im Frühling, im Herbst und im Winter passiert, aber im Sommer ist es am schlimmsten, denn vom Sommer verspricht man sich auch mit fortgeschrittenem Alter stets mehr als von den restlichen Jahreszeiten. Der Sommer ist quasi wie ein mehrere Monate dauernder Silvesterabend. Silvesterabende sollen auch immer außergewöhnlich werden, sind es aber in den meisten Fällen eben nicht. Es war also ein typischer Silvesterabendsommer …

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Samstag, Juli 18, 2009

CAR-15

Weil ich mich gestern aus beruflichen Gründen mit Novalogic beschäftigen musste, fiel mir eine kleine Geschichte wieder ein, die sich in den letzten Jahren ganz gut irgendwo in meinem Kopf versteckt hatte, andernfalls hätte ich sie vielleicht schon früher erzählt. Die Geschichte geht so:
Für einen Tag im August oder September 2002 hatte sich Besuch von Novalogic angekündigt. Wes Eckhart, damals Producer bei Novalogic (heute wohl bei EA Pacific in Los Angeles, wie mir die nützlichste aller Spiele-Websites soeben verriet) wollte uns eine frühe Version von Black Hawk Down zeigen. Eckhart, nicht sonderlich groß, nicht sonderlich schmal, war damals das für Novalogic, was der nicht sonderlich große und nicht sonderlich schmale (haha) Bill Roper lange Jahre für Blizzard war: das Gesicht der Firma, der Typ, der immer rumreisen und erzählen und vorstellen muss.
Wes Eckhart kommt also an diesem Tag im August oder September 2002 bei uns an, und ich begrüße ihn. Damit hat er nicht gerechnet, das sehe ich ihm an. Ich sehe seine Gesichtszüge entgleisen. Ich sehe seine Gedanken. Und Wes ist im Anschluss zwar freundlich, aber auch irgendwie abwesend. So, als sei er gerade lieber sonstwo. Er installiert Black Hawk Down auf meinem Rechner und erzählt mit müder Stimme. Ich mache mir ein paar Notizen, das gehört sich so, auch wenn ich mir meist alles ohne Mitschrieb merken kann; zumindest für kurze Zeit. Das Spiel ist bald auf der Platte, Wes startet es. Eine Mission, die in einem Helikopter beginnt. Er erzählt ein bisschen weiter, über die Engine und was sie alles kann. Dabei klingt er weiterhin müde. Ich mache mir weiterhin Notizen. Als er mit seiner Figur von den Kufensitzen eines Little Birds runterhüpft, kommt er auf die Waffen zu sprechen: »This is one of the typical weapons in Black Hawk Down, a CAR- ...« Er stockt. Ich sage: »Fifteen.«
Danach war Wes nicht mehr müde. Und die Präsentation wurde schlagartig eine ganz andere.

Montag, Juli 06, 2009

Shine on

Ich hab's nicht mitbekommen. Und das macht mich vielleicht am meisten fertig daran. Dass ich es einfach nicht mitbekommen habe. Syd Barrett und Richard Wright, Gründungsmitglieder von Pink Floyd, sind tot. Barrett starb schon 2006, Wright im letzten Jahr. Und ja, ich find's zum Heulen. Ich find's wirklich und wahrhaftig zum Heulen. Gleiche jetzt ein paar Jahre Abstinenz von Pink Floyd aus. Und für die Jungspunde, die mit der Band nichts anfangen können, hier ein kleines Video vom besten Konzert meines Lebens. (Okay, ich war nicht im Earl's Court, sondern im Müngersdorfer Stadion. Aber das ist ein vernachlässigbares Detail.)


Shine On You Crazy Diamond (auf Wish You Were Here, 1975)

Und unten die Minuten, in denen ich dachte: »Oh bitte aufhören, ich ertrag's einfach nicht mehr!« Wen David Gilmours Gitarren(fast)solo (Start bei 4:54) kalt lässt, hat nicht nur keine Ohren zum Hören, sondern auch sonst nichts an und in sich, was die Bezeichnung »Mensch« verdienen würde. (Ich übertreibe, meint man? Vielleicht. Es kann aber auch sein, dass es genau so ist, wie ich es schreibe.)


Comfortably Numb (auf The Wall, 1979)

Freitag, Juli 03, 2009

Für'n Po

Jetzt hab' ich es auch endlich mitbekommen. Neu in Aschheim:
XXXLutz. Der mit dem roten Stuhl.
Oh! Mein! Gott! Das geht doch nicht. Ich konstatiere: Dieser Slogan ist im Ar ... erm, dieser Slogan ist kaputt. Bin dafür, Aschheim durch Addition eines Buchstabens in ... ach ne, man muss auch mal einen auslassen können.