Sonntag, September 28, 2008


Meine Fresse, es ist so ... hach, so ... BOAH, ist das gut!

Dienstag, September 16, 2008


Ein Spiel, in dem man (offensichtlich kamerageile) Blutfetzer-Brutalos umhauen darf, kann kein schlechtes sein.

Freitag, September 05, 2008

Hat schon lange nicht mehr an der Tür geklingelt, nicht wahr? Neulich aber war es mal wieder soweit. Ich öffnete, Richard B. Riddick stand vor mir.
Er nahm seine Schutzbrille ab, schaute mich mit seinen Metallmurmelaugen an und brummte: »Most of the brain shuts down in cryo-sleep.«
Und ich: »Ey Richard, Cryo-Schlaf? Wann is'n der erfunden worden? Warum weiß ich davon nichts? Oh Mann, das erklärt natürlich so vieles.«
Er nickte traurig, drehte sich um und ging wieder.
»Danke Richard«, rief ich ihm noch hinterher.

Donnerstag, September 04, 2008

The Dark Kleid

Gerade Frauen dürften The Dark Knight nicht wegen Christian Bale toll finden, obwohl das natürlich ein mehr als ausreichender Grund wäre. Gerade Frauen dürften The Dark Knight toll finden, weil in der Während-Party-auf-Dachterrasse-Laberei-zwischen-Bruce-und-Rachel-Szene wunderbar der Hintern von Maggie Gyllenhaal durchs schwarze Kleid zu erkennen ist. Ein Hintern, der für eine Frau über 30 absolut angemessen erscheint.

Dienstag, September 02, 2008

Was wäre, wenn Adam und Eva niemals vom Apfelbaum genascht hätten?

Verdammt, dachte Gott zum x-ten Mal an diesem Tag. Wann kommen die beiden endlich in die Hufe? Er schlug mit der Hand auf einen kleinen unschuldigen Berg und stapfte dann völlig entnervt weiter.
Eva saß am Ufer eines Bächleins und ließ die Füße ins Wasser baumeln. Sie spielte an ihren Brustwarzen und freute sich, wenn die sich daraufhin regten. Ein netter Effekt, fand Eva. Nur wenige Meter weiter rechts lag Adam im Gras und schaute Eva mäßig interessiert zu. Bei ihm regte sich nichts.
Gar nicht weit weg von den beiden stand auf einer kleinen Anhöhe der tollste Apfelbaum, den man sich überhaupt nur vorstellen kann. Und daran hingen – logisch – die appetitlichsten Äpfel, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Der Baum, so schon mehr als beeindruckend, war seit ein paar Stunden von einem schmeichelnden Licht umgeben, das seine Vorzüge, nämlich die Früchte, auf dezent aufdringliche Art anpries. Bei dem Anblick wäre jeder Apfelliebhaber auf der Stelle im eigenen Sabber ertrunken, und jeder Werbefotograf hätte sich auf den Boden geworfen und geweint wie ein kleines Kind. Adam und Eva hingegen würdigten den Baum mit totaler Gleichgültigkeit. So schien es jedenfalls.
»Eva-Hase«, begann Adam, nachdem er sich ein paar Stachelbeeren von einem nahen Strauch gepflückt und gegessen hatte, »er tut mir langsam etwas leid.«
Eva schaute wie beiläufig auf den Baum.
»Mir nicht. Was erwartet er? So dumm … warte mal, da ist doch ein Logikfehler in meiner Überlegung!«
»Ich weiß. Er schuf uns nach seinem Ebenbild. Und er ist dumm genug, anzunehmen, wir wären dumm genug, zuzugreifen. Folglich müssten wir also«, seufzte Adam.
»Schon. Ja. Aber findest du nicht, das geht etwas zu weit? Ich mache doch nicht allein deswegen Fehler, weil er welche gemacht hat. Und außerdem glaube ich kaum, dass er auf Mitleid aus ist.« Jedes Mal, wenn Eva über Gott und seinen Baum nachdachte, wurde sie sauer. »Ich meine, schau dir mal die Verbotsschilder um das Ding an plus die Äpfel-sind-ja-so-gesund-Broschüren morgens im ganzen Paradies verstreut. Und jetzt noch dieses Licht. Das deutet so offensichtlich auf eine Falle hin, dass es schon weh tut.«
»Darauf sind wir schon nach seiner ersten Ansprache gekommen. Trotzdem …«
»Nix trotzdem«, unterbrach Eva. »Ich hab’s dir schon tausend Mal gesagt: Ich bin nicht dämlich genug. Der kann mich mal!«
Gott, den ein plötzlicher Heißhunger auf Stachelbeeren in die Nähe der beiden getrieben hatte, hatte den Dialog verfolgt. Oh Gott, dachte Gott, ich hab’s mit dem intelligenten Design übertrieben. Und mit einem Schnipp löschte er Adam, Eva, den Baum und den ganzen Rest und machte Platz für Plan B, die Evolution. Mal sehen, ob das klappt, dachte Gott.
Was also wäre, wenn Adam und Eva niemals vom Apfelbaum genascht hätten? Wir wissen, was wäre, denn es ist. Die Geschichte, wie es dazu kam, könnten Sie aber vielleicht ihren Kindern oder Enkeln erzählen, wenn die fragen sollten, warum manche Menschen dämlich genug sind, an so was wie das Paradies zu glauben.

Der Text entstand angeleiert durch den Wettbewerb des NZZ Folio. Ja, ich habe ihn eingeschickt, gestern Abend etwa eine Stunde vor Ablauf der Frist. Weil ich allerdings nicht glaube, dass er noch oder überhaupt berücksichtigt wird (schon wegen des kleinen Kniffs, der die eigent-liche Aufgabenstellung komplett aushebelt) und weil ich es hasse, wenn Sachen von mir ungelesen rumgammeln, steht er nun hier.